(Michael van Laack) Die AfD hat nach Abschluss des Berichts des Wirecard-Untersuchungsausschusses den sofortigen Rücktritt von Olaf Scholz gefordert. Das hätte sie sich allerdings sparen können. Denn spätestens seit Jens Spahn wissen wir: Merkels Minister dürfen ungestraft Milliarden Steuergelder verschwenden und auch mal gegen Gesetze verstoßen, wenn es der Sache (also dem Machterhalt Merkels bis zum letzten Chefsesselatemzug irgendwann vor Weihnachten 2021) dient.

In diesem Bonus inbegriffen sind selbstverständlich auch dienstliche Verfehlungen. „Gewerbsmäßiger Bandenbetrug“ lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen den Vorstand der Wirecard AG. zudem wurde bekannt, dass die Ehefrau von Kanzlerin Merkels Wirtschaftsberater Lars-Hendrik Röller eine Schlüsselrolle zwischen Wirecard und einem chinesischen Global Player einnahm. Alles nur Zufall? Selbstverständlich, lässt Merkel erklären. Sie wusste noch nicht einmal, dass Röller verheiratet ist.

Olaf Scholz: Wegschauen kann er am besten

Scholz richtet seinen Blick nicht nur nicht auf Tanksäulen (der aktuelle Benzinpreis ist ihm unbekannt, weil er genug Geld hat, sein Auto durch Dritte betanken zu lassen), sondern wendet ihn auch gern mal ab, wenn es darum geht, großen Konzernen Steuervorteile zu verschaffen, Bilanzen zu prüfen, Solvenz festzustellen.

Dafür hat Scholz schließlich seine Mitarbeiter. Er hat Wichtigeres zu tun, als Anleger vor einem windigen Unternehmen zu warnen. Denn er will Kanzler werden. Da kann man sich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten. Da geht es um große Sachen wie die verpflichtende Einführung des Gendersternchens, sobald er Kanzler ist. Dass er es wird, daran hat Scholz keinen Zweifel.

Alle lieben Olaf!

Die Migranten lieben ihn, denn von ihnen will er noch mehr nach Deutschland holen. Die LGBTI-Community liebt ihn, denn er will Homosexuelle bei Stellenausschreibung und gleicher Qualifikation bevorzugt sehen und ebenso Adoptionsverfahren von zwei Mamas oder Papas beschleunigen lassen. Die ANTIFA liebt ihn, denn er möchte nach seinem Einzug ins Kanzleramt eine weitere knappe Milliarde für linksradikale Vereine im „Kampf gegen Rechts“ bereitstellen. Die Fans der SED 2.0 lieben ihn, denn er wirbt für eine Koalition mit der Linkspartei.

Zusammengefasst: Alle lieben Olaf! Wie kann sich da das rechte AfD-Pack erdreisten, seinen Rücktritt zu fordern, nur weil er gewerbsmäßigen Bandenbetrug toleriert hat? Und außerdem geht das jetzt so kurz vor der Bundestagswahl gar nicht mehr. Olaf ist der Kanzlerkandidat der Herzen. Sein Rücktritt würde eine systemische Krise auslösen und Deutschland am Ende der Pandemie ins soziale Elend stürzen.

Also ganz Deutschland. Nicht nur die 50 % ALG-Empfänger, Geringverdiener Rentner und zerstörte Existenzen in Gastronomie und Einzelhandel. Nein, Nein! Am Ende der Pandemie müssen wir uns viel verzeihen können, Hat Verschwendungsminister Spahn neulich erst erklärt. Damit meinte er ganz gewiss auch den Wirecard-Skandal. Merkels Männer sind und bleiben eben unrücktretbar!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.