Alice Weidel zu Uwe Junge: Wer Genderideologie pointiert kritisiert, wird aus der AfD ausgeschlossen!

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Von Olaf Kosinsky - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47526377

(Michael van Laack) Nein, keine Frage: Der Tweet von Uwe Junge war vom Wording her sehr unklug. Der Begriff „Schwuchtel“ hat mehr als nur einen bitteren Beigeschmack. Und so ist es hier wohl ähnlich wie bei manchen Tweets von Boris Palmer. Es fehlt die Klugheit, manches, was man denkt, nicht zu sagen.

„Schwuchtel“ wird heute zumeist abwertend benutzt. Wir wollen aber bitte nicht vergessen, dass 1975 in Berlin von Homosexuellen eine Publikation mit dem Namen „Schwuchtel – Eine Zeitung der Schwulenbewegung“ herausgegeben wurde und schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wien Tanzveranstaltungen für Homosexuelle als „Schwuchtelball“ beworben wurden. Der Begriff stammt eindeutig aus dem Prostituiertenmilieu des späten 19. Jahrhunderts und war viele Jahrzehnte als Selbstbezeichnung in Gebrauch, bevor queere menschen ihn als beleidigung empfanden. Tempus fugit…

Inhaltlich aber hat der AfD-Mann vollkommen recht. Die Regenbogenfarbe symbolisiert einen Herrschaftsanspruch ähnlich der Flagge der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Bei letzterer primär durch physischen Terror, bei ersterer psychischer Druck in Form der gender-Umerziehung und entsprechender Formung ab dem KITA-Alter. Dieses „Hoheitszeichen“ wird auch von der Bundesregierung verwendet, um die Genderideologie und die Lehre von den 453 Geschlechtern durchzusetzen.

Regenbogen ist politisches Kampfzeichen

Regenbogenfahnen wehen vor deutschen Ministerien, als seien es Hoheitszeichen einer Regierung. Sie wehen vor katholischen Kirchen als Zeichen des Ungehorsams gegen Rom. Das Kampfzeichen vor allem des linksradikalen Teils der queeren Bewegung prangt als politisches Statement am Arm des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft und soll nun nach dem Willen des Münchener Oberbürgermeisters sowie des DFB und geduldet von der Frau Bundeskanzlerin während des Spiels Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch das Münchener Stadion als ideologisches Statement gegen das angeblich homophobe Ungarn illuminieren.

Darauf – auf nichts anderes hat Uwe Junge mit seinem Tweet aufmerksam machen wollen:

Quelle: https://twitter.com/UweJunge/status/1406332293208330247

Weidel verwechselt Homophobie mit Kampf gegen Genderideologie

Alice Weidel verachtet Uwe Junge. Das hat sie in den vergangenen Monaten immer wieder zum Ausdruck gebracht. Denn – wie umstritten auch immer mal wieder seine pointierten Aussagen sein mögen: Er ist ein offener Gegner des Flügels und aller, die Leute wie ihn im Sinne Björn Höckes gern „ausschwitzen“ möchten. Deshalb ist Junges Fauxpas für die Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl nun willkommener Anlass, sich seiner zu entledigen.

Die Frau, die nicht einmal Kalbitz oder Sayn-Wittgenstein aus der Partei ausgeschlossen sehen wollte und regelmäßig verbale Entgleisungen von Flüglern kleinredet, stellt sich nun voll auf die Seite des linken Mainstreams und bezichtigt Junge gemeinsam mit diesem der Homophobie. Sie, die sich ansonsten mit Zähnen und Klauen gegen Parteiausschlussverfahren völkisch-nationaler Parteimitglieder wehrt, will nun den verhassten Bürgerlichen Uwe Junge wegen eines sprachlich unglücklichen Tweets so rasch als möglich aus der Partei ausschließen lassen. Eine unerträgliche Doppelmoral.

Genderideologie zerstört Familie und spaltet die Gesellschaft

Das sieht auch die AfD so, die dazu übrigens auch in ihrem Wahlprogramm Stellung nimmt. Ehe für alle, Regenbogenfamilie, Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, dass „d“ im Personalausweis. All das will die AfD nicht. Doch all das symbolisiert die Regenbogenflagge. Und noch mehr.

Das Gendersternchen zum Beispiel wird von jenen Linken befürwortet und medial gefördert, die unter der Regenbogenflagge stehen. Ebenso ist nirgendwo der Hass auf christliche Werte, auf das Fundament „Christliches Abendland“, auf Vaterland und Patriotismus so groß wie unter den bunten Jüngern. Ebenso gehören die meisten von ihnen zu glühenden Verteidigern Palästinensers und für eine Gesellschaft, in der noch mehr Migranten leben, weil sie dann eben bunter ist. Und selbstverständlich verteidigen die Queeren und ihre heterosexuellen Freunde des Islam beständig als Religion der Barmherzigkeit.

Und nun kommt Frau Weidel daher und stellt sich ausschließlich aus persönlichem Interesse (Animositäten gegen Junge) auf die Seite dieser Bewegung? Ganz ehrlich: Wenn in dieser Causa überhaupt jemand den Parteiausschluss verdient hat, dann ist es Alice Weidel. Parteischädigender geht es kaum.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.