(Michael van Laack) Nein, ich argumentiere nicht damit, was in anderen Ländern schon wieder möglich ist oder wie in diesen Staaten das Maskentragen gehandhabt wird. Andere Länder interessieren mich nicht. Es geht um die Kinder an deutschen Schulen. Und hier sind allein die Ministerpräsidenten und ihre Fachministerien in der Pflicht.

Schlimm genug, dass wir Kunden noch Masken tragen müssen im Einzelhandel! Noch schlimmer, dass die dortigen Mitarbeiter das (mit Pausen) acht Stunden aushalten müssen. Welche Langzeitfolgen (Bronchial- und Lungenleiden) sich da ergeben, weiß noch niemand, da Studien selbstverständlich fehlen.

Maskenpflicht in Schule muss sofort fallen

Ja, ich weiß! Der große Karl Lauterbach sieht das vollkommen anders. Für ihn bleiben Kinder bis 12 Jahre „Pandemietreiber Nr. 1 mit einer außergewöhnlich hohen Inzidenz“. Aber zum ersten ist der Verlauf bei Kindern zu 99,9 % ein symptomfreier bis milder, zu zweiten sind Urgroßeltern und Großeltern schon fast alle geimpft (die vulnerablen Gruppen ohnehin) und zum dritten können die Eltern gern zu Hause Masken tragen, falls sie Angst haben sollten, sich bei ihren Kindern anzustecken. Viele Eltern sehen ihre Kinder ohnehin nur beim Frühstück und Abendessen (wenn es denn ein gemeinsames gibt).

Außerdem sagen nahezu alle Virologen, von denen sich die Kanzlerin und die MP’s nicht beraten lassen, schon seit langem, dass im Sommer das Ansteckungsrisiko minimiert ist. Auch wissen wir, dass die meisten Masken ohnehin nicht den Schutz leisten, den sie versprechen. Es ist also nichts anderes als Schikane, Jugendliche (vor allem aber Kinder) in der Schule zum Tragen einer Maske zu verpflichten.

Flickenteppich bei Lockerungen

Die Pflicht muss in einer Übergangsphase (damit die besorgten sich langsam entwöhnen können) zur Freiwilligkeit werden. In einigen Wochen sollte dann das Tragen von Masken verboten werden. Das lässt sich leicht mit dem Vermumnungs-Verbot begründen. Einige Bundesländer lockern bereits. So Rheinland-Pfalz und das Saarland, wo die Pflicht in den nächsten Tagen entfällt. Andere Bundesländer haben jedoch angekündigt, unabhängig von der Inzidenz auch noch in den ersten zwei Wochen des neuen Schuljahrs nach den Sommerferien die Maskenpflicht beibehalten zu wollen.

Leider wurden in den vergangenen Monaten so viele Eltern ideologisch mit überzigener Furcht vor dem Virus „geimpft“, sodass es kaum Widerstände gibt. Wie es ihren Kindern dabei geht, ist vielen augenscheinlich gleichgültig.

Liebe Eltern, nehmt das nicht mehr hin!

Ich ermutige Eltern, Widerstand zu leisten. Schickt Eure Kinder ohne Maske und mit einer schriftlichen Erklärung von Euch in die Schule. Selbstverständlich werden Schulleitung und Lehrer das nicht dulden dürfen, weil sie sonst eigene dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen befürchten müssten. Entsprechend werden sie Eure Kinder vom Unterricht ausschließen oder sie über den Gruppendruck zwingen wollen. Darauf müsst Ihr sie vorbereiten.

Aber dann habt ihr etwas rechtlich Verwertbares in der Hand. Denn es gibt keinerlei Sachgrund mehr für die Maskenpflicht in der Schule. Einem ungerechten Gesetz oder einer ebensolchen Verordnung stillschweigend zustimmen heißt, sich an der Ungerechtigkeit beteiligen. Wollt Ihr das? Ich will es nicht!

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelGreenpeace verletzt nach schwerem Diebstahl Menschen
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.