(Michael van Laack) Während Reisen von AfD Politikern nach Russland und in andere Staaten Osteuropas stets negativ geframt werden und Artikel zu diesen Themen auf tagesschau.de einen vorderen Empörungsplatz erhalten, halten WDR und NDR es für angemessen, ihre Leser unter deutlich wohlwollenderen Vorzeichen auf einen skandalösen Vorgang am heutigen Vormittag rund um Honeckers Erben aufmerksam zu machen.

Eine Delegation der Linkspartei (darunter die Hamburger Landesvorsitzende Cansu Özdemir) wollte von Düsseldorf ins irakische Erbil fliegen, ums ich dort u. a. mit hochrangigen Mitgliedern der Terrororganisation PKK zu treffen. Was den WDR daran empört? Nichts außer der Tatsache, dass es ihnen nicht erlaubt wurde. Im Gegenteil zeigte man sich besorgt um das Wohlbefinden der SED 2.0-Mitglieder:

Deutsche Sicherheitsbelange gefährdet

Die Bundespolizei gab unterdessen bekannt, «dass wir nicht ausschließen konnten, dass von Personen dieser Gruppe Gefährdungen ausgehen könnten, die die Sicherheitsbelange der Bundesrepublik Deutschland im Ausland nachhaltig schädigen könnten». Erbil ist die Hauptstadt und zugleich auch der Sitz der Regierung der „Autonomen Region Kurdistan“. Eine Hochburg der PKK, die in Deutschland seit 1993 verboten ist.

Der NDR monierte, Landtagsabgeordnete stünden unter einem „besonderen Schutz“ und dürften nicht so behandelt werden, selbst wenn von ihnen eine Gefährdung der Sicherheitslage in Deutschland ausgehen sollte:

Alles nur halb so schlimm

Aber zweifellos war das alles ohnehin nur ein Irrtum, den die Ermittlungsbehörden bald mit wortreichen Entschuldigungen aufklären werden. Die arabischstämmigen oder doch zumindest durch ihre Eltern mit der Region verbandelten Mitglieder der Delegation wollten sich dort nicht mit Terroristen treffen, sondern lediglich die verbesserte Corona-Lage nutzen, um endlich mal wieder Urlaub mit Gleichgesinnten zu machen…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.