Die Impfpropaganda von „Platsch“, dem Apotheken-Kindermagazin aus dem Hause „My life“

0
Youtube Screenshot (nachbearbeitet)

(Michael van Laack) „PLATSCH!, das My life-Kindermagazin, gibt es jeden Monat neu und kostenlos in der Apotheke. PLATSCH! macht Spaß und auf spielerische Weise schlau!“ bewirbt „My Life“ sein Produkt.

„PLATSCH! steckt voller spannender Themen für Kinder zwischen vier und neun Jahren. Highlight jeder Ausgabe ist das große Tierposter mit Sammeleffekt. Im Mitmachteil finden junge Leser faszinierende Sachthemen zum Entdecken, Basteltipps, kinderleichte Rezeptideen und jede Menge Rätsel, Spiele und Ausmalbilder. Außerdem kennen die beiden Kinderbuchhelden Petronella Apfelmus und Greg jede Menge Tipps gegen Langeweile“ heißt es weiter. Klingt alles sehr harmlos.

In der Ausgabe Mai 2021 widmete sich das Magazin nun auch dem Thema „Impfung“. Scheinbar nur allgemein, aber mit einer sehr klaren Stoßrichtung der Impfnadel.

Ein kleiner Pieks wie ein Mückenstich

Mehr bedeute eine Impfung grundsätzlich nicht, heißt es auf der ersten hier abgebildeten Seite. Und aktuell würden Kinder noch nicht geimpft, weil man ja erst einmal einen Impfstoff erfinden müsste, der gut wirkt und nicht schadet. Immerhin heißt es dann im letzten farbigen Textabschnitt unten rechts, dass Kinder sich keine Sorgen machen müssten, denn für sie sei eine Infektion eigentlich ganz ungefährlich.

Habt keine Impfangst, liebe Kinder!

Klar, das gilt selbstverständlich nicht nur für die Corona-Impfung, sondern behandelt das grundsätzliche Thema „Impfangst“ bei Kindern. Denn die meisten fürchten sich, wenn sie beim Arzt eine Spritze in der Hand des Mannes oder der Frau mit dem weißen Kittel sehen. Grundsätzlich wäre als nichts gegen eine Thematisierung einzuwenden. Wäre da eben nicht dieser Zeitpunkt, an dem über Sinn oder Unsinn einer Impfung für Kinder diskutiert wird.

Was also ist der pädagogische Mehrwehrt neben der Aufklärung über Impfungen im Allgemeinen. Welche Botschaft werden Grundschullehrer den ihnen anvertrauten Kindern anhand der Botschaft im Platsch-Comic vermitteln? Dass sie zu jeder Impfung ihr Lieblingsstofftier (ihren „Mutkuschler“) mitnehmen sollen? Oder vielleicht doch eher, dass sie ihre Eltern bitten: „Mama und Papa, ich möchte jetzt auch endlich gegen Impfangst geimpft werden“ – „Prima Schatz, dann machen wir Dir jetzt einen Termin zur Coro…. zur Impfangst-Impfung!“

Ich gebe zu, das ist gelungene – weil subtile – Propaganda. Aber es ist eben Propaganda. Und die wollen wir nicht mehr, seit wir HJ und BDM hinter uns gelassen haben. Auch nicht im Zeitalter einer nun bald aus dem Amt scheidenden FDJ-Kanzlerin!

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelEU-Kommission: Nationale Verfassungen sind wertlos – Einzig europäisches Recht zählt!
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.