„Deutschland. Aber normal“: Die Volkswehr des Döbelner AfD-Stadtrats Dirk Munzig ist es zumindest nicht!

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Youtube Screenshot

(Michael van Laack) „Was darf Satire?“, fragte ich mich, als ich zum ersten Mal dieses Video sah. Und letztendlich wäre das auch eher eine Sache, über die man lauthals lachen kann. Wenn es bei dem schmucken Herrn in „traditionsreicher“ Uniform nicht um Döbelns AfD-Stadtrat Dirk Munzig handeln würde. Ob er den Aufmarsch seiner personell starken „Volkswehr“ als wertvollen Wahlkampfbeitrag unter dem AfD-Slogan „Deutschland. Aber normal“ verstanden wissen will?

Das wissen wir nicht! Was wir aber sehr wohl wissen: Es wird nicht mit der einfachen Distanzierung anderer Döbelner Stadtratsmitglieder oder einer knappen Presseerklärung des sächsischen Landesvorstands getan sein. Ein sofortiger Parteiausschluss (sollen die „Helden“ doch klagen) ist der wichtigste der notwendigen Schritte.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=6B4BcWfHBdo

Im Bundestagswahlkampf gefährlich für die AfD

Ich will hier nicht all das wiederholen, was gestern Abend bereits die BILD und das RND dazu schrieben. Sicher aber ist, dass seitens der Verantwortlichen in Kommune und Land nicht „Kameraden stillgestanden und abwarten, bis sich die Entrüstung wieder gelegt hat!“ als Parole ausgegeben werden darf.

Die peinliche (weil lächerliche) aber leider ernst gemeinte Aktion hat mittlerweile ein bundesweites mediales und politisches Echo gefunden. Also muss auch die Bundes-AfD gegenüber dem Landesverband darauf drängen, Maßnahmen zu ergreifen, die zumindest verhindern, dass auf Aktionen wie dieser erneut „AfD“ steht. Nicht nur, weil auch NPD draufsteht. Das macht es nur noch schlimmer.

Nicht auf die leichte Schulter nehmen

So witzig, wie es vielleicht sogar manchem AfD-Wähler im Westen erscheinen mag, ist es nicht. Solche Aktionen sind parteischädigend. Nicht nur, weil sie Stimmen kosten und die Partei angreifbar machen. Sie zeigen, dass es mancherorts in der AfD Menschen gibt, denen eine andere Ordnung vorschwebt als die einer Bundesrepublik. Den Verfassungsschutz wird das freuen, die Partei aber muss es mit Besorgnis zur Kenntnis nehmen. Und zügig handeln. Nicht nur in Döbeln!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.