Renate Künast: „Hetze“ gegen Annalena Baerbock nutzlos – Grüner Endsieg nicht aufzuhalten!

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Collage mit Youtube Screenshot

(Michael van Laack) Nicht nur – aber besonders häufig in der Welt der Politik – ist es notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen. So auch bei einem Tweet von Renate Künast, den sie heute kurz nach der „Geisterstunde“ abgesetzt hat. Das Ganze trägt einen sektiererischen Keim in sich.

Der Sieg ist uns nicht zu nehmen

Die zahlreichen Falschangaben in Annalena Baerbocks Lebenslauf und nachgewiesene Kenntnislücken im Zusammenhang mit ökologischen und wirtschaftlichen Themen haben selbstverständlich nicht nur deutsche Leitmedien auf den Plan gerufen, sondern in der Tat leider auch das übliche Gesocks, das Beleidigungen und Drohungen mit Kommentaren verwechselt. Diese Gruppe von Menschen ist es aber definitiv nicht, die Renate Künast hier meint, auch wenn sie die üblichen Codeworte verwendet.

Für Künast ist augenscheinlich das Aussprechen von Wahrheiten und das Benennen von Defiziten einer Frau, die Kanzlerin einer der führenden Industrienationen weltweit werden will, bereits Hass und Hetze. Vermutlich hatten die Grünen erwartet, dass die überwältigende Zahl der Deutschen Annalena Baerbock lieben und verehren würde, da sie ja nun symbolhaft für jene Partei steht, die als einzige imstande ist, die Menschheit vor dem Aussterben durch den Klimawandel zu bewahren.

Aber nicht nur das Volk, sondern zumindest auch einige große Medien (neben der Welt und der BILD auch die Süddeutsche und die FAZ) kommentieren und konnotieren Baerbocks Aussagen zunehmend negativ. ARD und ZDF freilich bleiben beim Mythos von der gebildeten un dynamischen Frau und treusorgenden Mutter, deren Überlegenheit den anderen Kandidaten gegenüber unübersehbar sei.

Lenkt ruhig ab, die Macht ist mit uns!

Solche Gedanken und Aussagen wie jene in Künasts Tweet findet man ansonsten nur bei Sekten, die für sich in Anspruch nehmen, dass nur sie die Menschheit auf den Pfad der Gerechtigkeit, Glückseligkeit und des Wohlstands führen können. „Tut was ihr wollt, die Macht ist mit uns! Wir bringen das Heil. Die Welt wird am Ende in der Farbe unserer Bewegung leuchten“.

So geht grünes Selbstverständnis 2021. Künast glaubt: Ganz egal, welche Fehler wir machen oder welche nicht beweisbaren oder nachweislich falschen Aussagen unsere Bewerber auf ein Bundestagsmandat im Wahlkampf absondern; gleichgültig, ob unsere Spitzenkandidatin die Bürger dieses Landes in ihrem Lebenslauf getäuscht und teilweise hochgestapelt hat: Die Zukunft ist grün, die Bevölkerung wird uns alles verzeihen, der grüne Lichtbringer wird uns zum Sieg verhelfen. Denn die Menschen spüren, dass nur wir sie vom Dämon Klimawandel befreien können.

Die Angst vor einer grünen Regierung ist real

In einem allerdings hat Frau Künast recht: Viele Menschen haben Angst vor den Grünen. Aber aus anderen Gründen als denen, die sie vermutet. Denn es geht nicht um eine einzige Bundestagswahl. Es geht darum, ob die 1949er-Demokratie endgültig in den Mülleimer der Geschichte geworfen oder wieder aus der untersten Schublade des Schreibtisches im Bundeskanzleramt – wo Merkel sie abgelegt hat – hervorgeholt und als Stiftungsurkunde gut sichtbar aufgehängt wird.

Heute wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Noch wichtiger als die AfD vor der CDU wäre als politisches Signal Bündnis90/Die Grünen unter 5 %. Ob es so kommen wird, werden wir am Abend sehen. Diese Partei versteht nur eine Sprache, die der Abstimmung mit den Füssen bzw. an der Wahlurne. Mögen die Sachsen-Anhaltiner heute den Anfang machen und die Partei bis zur Bundestagswahl auf ein für die Demokratie ungefährliches Maß zusammenschrumpfen lassen. Vielleicht würde das auch aus der CDU den grünen Dämon vertreiben, der sie aktuell augenscheinlich besetzt hält.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.