Merkel macht am „Tag der Umwelt“ Wahlkampf für die Grünen

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Twitter Screenshot (nachbearbeitet)

(Michael van Laack) Öffentliche Äußerungen zur Israelkrise, Unterstützung für die eigene Partei in Sachsen-Anhalt, eine Ansprache zum Ende des Lockdowns in Form einer Perspektive gebenden Mutrede? Fehlanzeige! In den vergangenen Wochen wurde es immer ruhiger um Merkel. Doch heute durften wir anlässlich des „Tages der Umwelt“ endlich wieder einmal eine Sternstunde der Kanzlerin erleben.

Farblich passend gekleidet wandte sich Merkel an ihre Untertanen und erläuterte, warum Bündnis 90/Die Grünen es genau so gut mit den Bürgern meinen, wie sie selbst es in den vergangenen 16 Jahren getan hat.

So darf es ja auch nicht weitergehen! Baerbock wird aktuell sogar von bisher treu zur sozialistischen Verbotsagenda stehenden MSM durch den Wolf gedreht; Habeck schaut sich das Ganze im Stall seines Bauernhofes Popcorn verspeisend genüsslich an; und sogar Armin Laschet widerspricht mittlerweile – wenn auch zaghaft – manchen Forderungen des  grünen Wahlprogramms. Was bleibt Angela Merkel da anderes übrig, als vor die Kamera zu treten und das Wahlvolk daran zu erinnern, dass die Grünen nur das Beste für uns wollen?

Alles muss weg!

Na ja, alles doch nicht. Drei Milliarden neue Bäume wird man in den nächsten Jahren EU-weit pflanzen, verkündet die Kanzlerin stolz. Das ist auch bitter nötig, denn für die zu schaffenden Windradparks wird mancher alte Waldbestand dran glauben müssen.

Zudem werden bald Einweg-Einkaufstüten aus Kunststoff und Wattestäbchen verboten sein, wusste Merkel freudestrahlend zu berichten. Und niemanden, so die Kanzlerin, wird all das vermissen. – Tüten aus Papier können wir uns ja auch bald wieder leisten, Frau Bundeskanzlerin. Zumindest, sobald die Milliarden neu zu pflanzende Bäume groß genug sind, um sie fällen zu können.

Oder Stofftaschen, die Kinder in Afrika und Indien gern zu Dumpingpreisen für uns nähen werden. Selbstverständlich nur aus Biobaumwolle, die zuvor in Deutschland in Treibhäusern angebaut und dann mit dem Flugzeug in die dortigen Fabriken geflogen wird.

Kohle ist böse, E-Autos gut, hohe CO2-Bepreisung genial

Sehr dankbar zeigte sich deshalb die Kanzlerin dafür, dass in den nächsten Jahren die Heizkosten und das Benzin deutlich verteuert und Kohle bald nur noch in Lehrfilmen im Geschichtsunterricht zu sehen sein wird. Und da der Strom auch ohne Kohle, Atomenergie, Gas und Öl weiterhin in reichlichsten Mengen aus der Steckdose fließen wird, werden in wenigen Jahren alle Bürger mit E-Autos durch die Gegend kutschieren. Zumindest die, die es sich leisten können.

Das sei eben alles notwendig, meinte die Kanzlerin, wenn wir die Klimaziele, die bekanntlich alle Bürger Europas miteinander vereinbart haben, nicht reißen wollen. Und deshalb – so wollte uns die letzte Verteidigerin der freien Welt auch diesmal vermitteln, werden alle Bürger gern zum Verzicht bereits sein und für entstehende Mehrkosten auch gern ein oder zwei weitere Nebenjob einnehmen. Denn eines dürfte für die Kanzlerin feststehen. Auch der Klimaneutralität anstrebende Bürger soll und muss Konsum muss weiter auf hohem konsumieren, um Arbeitsplätze zu sichern und vor allem Steuereinnahmen für weitere Restriktionsprojekte zu generieren.

Deutschlands Bürger sind ehrgeiziger und klimabewusster als im Rest der Welt

Selbstverständlich so Merkel, sei Deutschland deutlich ehrgeiziger und wolle seine Wirtschaft noch fünf bis 15 Jahre vor den anderen Industriestaaten ruinieren. Das seien wir alle dem Klima schuldig, so die Kanzlerin. Und der Artenvielfalt. „Deshalb, liebe Mitbürger: Sie kennen mich, sie kennen Annalena Baerbock, Sie wissen, wen sie im Herbst zu wählen haben.“ So hätte die Bundeskanzlerin ihre Rede auch abschließen können, aber zu offensichtlich wollte sie dann wohl doch nicht agieren. Auch wen Ihr selbst dafür vermutlich kein Parteiausschlussverfahren drohen würde.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.