Überraschender Rücktritt: Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ist kein Vorbild, sondern ein Feigling!

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Youtube Screenshot

(Michael van Laack) Mit Reinhard Kardinal Marx verliert die Bundesregierung einen strammen kirchlichen Generalstabsoffizier im „Kampf gegen Rechts“, Unterstützer der Schlepper in Syrien, Verehrer von Greta Thunberg und Luisa Neubauer und zudem einen Erzbischof nach dem Geschmack von Dr. Martin Luther und Frank-Walter Steinmeier. Für die deutschen Leitmedien Grund genug, ein Klage- und Loblied zugleich auf sein Rücktrittsangebot zu singen.

Im Gegensatz zum Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki habe Marx die Zeichen der Zeit erkannt, jubelt die Hauptstadtpresse. Woelki habe seinen Rücktritt nicht angeboten, obwohl ARD, ZDF, BILD und Welt ihn trotz des entlastenden unabhängigen Gutachtens zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum für schuldig erklärt hatten.

Marx – eine „tragende Säule“ der innerkirchlichen Oktoberrevolution

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz – Georg Bätzing – bedauert Marx‘ Rücktrittsangebot aufs Tiefste. Marx sei eine der tragenden Säulen für eine innerkirchliche Revolution, an deren deutschem Wesen die Weltkirche in den nächsten Jahren genesen solle. Wie kein anderer steht Marx dafür, das Ehesakrament auch Homosexuellen zu spenden, den Zölibat abzuschaffen, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, gesetzlich wiederverheirateten Geschiedenen ein zweites Mal eine kirchliche Trauung zu ermöglichen, die Eucharistielehre der Katholiken in den Mülleimer zu werfen (Interkommunion), die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen rückgängig zu machen und die kommunistische Befreiungstheologie sowie die atheistische historisch-kritische Methode zum einzigen Maßstab für Exegese und Homilie zu machen.

Der „Synodale Weg“, der gemeinsam mit Maria 2.0, der mittlerweile der Junia-Häresie verfallenen „Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands“ und „Wir sind Kirche“ den Weg in eine hedonistische Staatskirche ebenen soll, ist ohne Reinhard Marx nicht nur um eine prominente Figur ärmer, sondern verliert große Teile seines theologischen Unterbaus. Deshalb ist die Betrübnis allüberall groß, wo man sich Hoffnung gemacht hatte, die Kirche zu einer tragenden Säule der immer weiter nach Links rückenden politischen Mitte zu entwickeln. Ein gewaltiger Rückschlag auf dem Weg zu einer Staatskirche, die sich gemeinsam mit der Bundesregierung dem ökosozialistischen Diktat der „Zivilgesellschaft“ unterwirft, gender- und klimagerecht lebt und jeden, der zu einem Rosenkranz-Kreuzzug aufruft, zum Nazi erklärt.

Der Erzbischof kommt einer Entlassung zuvor

Tatsächlich aber ist Reinhard Marx keineswegs ein Vorbild, sondern lediglich ein kleiner Feigling. Er will sich nicht – wie der viel gescholtene Kölner Erzbischof – unabhängigen Gutachtern stellen, sondern tritt zurück, bevor diese im nächsten Monat ihre Arbeit beginnen und Leichen aus dem Keller des Erzbischöflichen Palais holen.

Denn seit Marx 2008 Erzbischof von München und Freising wurde, gab es nach uns von „Bewohnern“ eines prächtigen Hauses in der Münchener Kapellenstraße zugespielten Informationen mindestens neun Fälle, in denen der Erzbischof selbst im Verdacht steht, sexuellen Missbrauch vertuscht zu haben, weil Informationen nicht an die römischen Behörden oder später an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurden. Auch habe er zwei Priester in seiner Diözese, die bereits wegen solcher Delikte verurteilt worden waren, entgegen der Empfehlung seiner Mitarbeiter in anderen Pfarrstellen wieder in die Nähe von Kindern gelassen. Zudem sei ein weiterer Priester an eine andere Diözese verliehen worden, ohne auf dessen Vorgeschichte hinzuweisen.

Wir vergessen Sie nicht, Herr Erzbischof!

All das und vermutlich noch mehr wird in den nächsten Monaten offenbar und das weiße Gewand des Säulenheiligen des „Synodalen Weges“ und Hoffnungsträgers der Staatsmedien beflecken. So oder so! Aber – nachdem Marx nicht mehr Erzbischof von München und Freising sein wird – mit deutlich kleineren Schlagzeilen. In der Erinnerung der Öffentlichkeit soll nur der große und mutige Reformkardinal bleiben, der sich vorbildlich aus Sorge um die Kirche geopfert hat und seinem Mitbruder im Bischofsamt – Rainer Maria Woelki  – ein Vorbild sein wollte. Wir von der Redaktion von PP werden in den nächsten Monaten alles daransetzen, dass Reinhard Kardinal Marx‘ strategischer aktuell brillanter scheinender Schachzug misslingt.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.