(Michael van Laack) Man mag zu manchem AfD-Politiker im Osten stehen, wie man will. Aber das hier geht gar nicht! Die gnadenlosen – oft mit Rückendeckung der Bundesregierung agierenden – Enthüllungsjournalisten von T-Online haben wieder einmal zugeschlagen.

Robert Farle – aktuell Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt – war nicht nur, wie schon lange bekannt, viele Jahre Mitglied der DKP, sondern wurde angeblich auch direkt von der SED dafür bezahlt, die Revolution im Land des Klassenfeindes voranzutreiben.

Quelle: https://www.t-online.de/tv/news/politik/id_90141636/robert-farle-afd-politiker-wurde-von-der-sed-finanziert.html?_gl=1*1805pbn*_ga*YW1wLU9xN1dnRGFCZ0JTSUVFd1FBNl91c2dGeWNqWU5tMVBVcVNSNmxRN1F0YTctRGhFLWRvNVFWSkQ2aEZuZlpabjI

T-Online gibt immer wieder gern den Wahlkampfhelfer

Pünktlich kurz vor den Landtagswahlen diese Enthüllungsstory. Selbstverständlich rein zufällig in dieser Woche terminiert. Seit Jahren lehnen die Investigativen von T-Online sämtliche Angebote zu Informationen über linksradikale Strukturen und Personen in SPD und vor allem den Bündnisgrünen dankend ab.

Denn es geht diesen Teams nicht darum, objektiv investigativ tätig zu sein. Sie verstehen sich als Mitte-Links-Journalisten im investigativen „Kampf gegen Rechts“. Ähnlich wie bei Correctiv gibt es auch für T-Online nichts auszuforschen oder richtigzustellen, was auch nur im Ansatz die Antifa, die Bündnisgrünen, die SPD oder die Linkspartei beschädigen könnte.

Wie immer auf dem linken Auge blind

Ob das Team um Müller-Töwe sich intensiv damit beschäftigt hat, wie viele ehemalige SED-Mitglieder auch heute noch für Grüne, SPD und der Linkspartei in Kommunen, Ländern und dem Deutschen Bundestag sitzen, dir allesamt von der SED bezahlt wurden? Von deren hauptamtlichen Mitarbeitern ganz zu schweigen.

Oder wie viele Mitglieder der MLPD und anderer linksradikaler Kleinparteien zu den Gründern der Grünen in den 70ern gehörten und im Lauf der nächsten Jahrzehnte dazustießen, die im Westen als Informanten für die Stasi galten? Vermutlich nicht, sonst hätten man heute nicht dieses Fass aufgemacht, um über Robert Farle die Gesamtpartei wenige Tage vor der Wahl zu diskreditieren.

Schaden für die AfD, heiße Luft oder ein positiver Effekt?

Auf der anderen Seite könnte der Schuss auch nach hinten losgehen. Vielleicht wird die AfD in Sachsen-Anhalt durch Farles Vorgeschichte für manchen bisherigen Wähler der Linkspartei und der Bündnisgrünen sogar attraktiver. Ein linkes U-Boot in der AfD, ein mutiges Vorbild für alle Ökosozialisten.

Und auch Bundeskanzlerin Merkel dürfte Sympathien für einen Menschen hegen, der von der SED finanziert wurde, ohne die sie weder hätte studieren noch im FDJ-Kader aufsteigen können. Und ohne deren damals wie heute funktionierende Seilschaften sie vermutlich auch nie in den Kreis um Helmut Kohl gebracht werden konnte.

Peinlicher framt nur der „Volksverpetzer“ und „Neues Deutschland“

Sogar Annalena Baerbock dürfte nun nicht mehr pauschal die ganze AfD als zutiefst nationalsozialistische Partei bezeichnen, finden sich in deren Reihen doch offensichtlich aufrechte Antifaschisten ganz nach ihrem Gusto.

Wie auch immer man die heutige Meldung bewertet und welche Konsequenzen Farle selbst oder die Partei daraus ziehen wird: Ein durchschaubareres Manöver kurz vor Wahlen habe ich von den MSM noch nicht gesehen. In der Vergangenheit war es immer gelungen, Enthüllungen so zu verpacken, dass die Stoßrichtung nicht auf den ersten Blick erkennbar war. Aber drei Tage vor den Landtagswahlen? Ganz schlechter Zeitpunkt und ein wirklich mieses Framing, liebe T-Online-Redaktion.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.