(Michael van Laack) Überall sinken saisonbedingt bei schönem Wetter (nicht durch das Verdienst des „Teams Vorsicht“) die Inzidenzen. Bundesweit mittlerweile nur noch knapp über 40, in manchen Bundesländern ist auch die magische 30 oder 20 bereits unterschritten. Für Angela Merkel kein Zeichen zur Entwarnung. Maskenpflicht inkl. der anderen AHA-Regeln soll auch im Sommer bestehen bleiben und die Bundesnotbremse als Anwendungsoption bis September verlängert werden.

So jedenfalls heißt es aus dem engsten Umfeld der Kanzlerin. Denn es ist bekanntlich erst vorbei, wenn Merkel, Spahn, Wieler und Lauterbach sagen, dass es vorbei ist. Es gilt, weiterhin alle Machtinstrumente in der Hand zu halten, um notfalls ganze Regionen wieder in die Ausgangssperre zu zwingen, falls dort z. B. in einem Unternehmen eine Ansteckungswelle, den Wert für einen ganzen Kreis nach oben treibt.

Es ist einfach zu schön, um jetzt schon aufzuhören

Merkel hat bereits in der Regierungskoalition vorfühlen lassen. In den beiden Bundestagsfraktionen gibt es augenscheinlich eine Mehrheit für die Verlängerung des Ermä… der vierten Novelle des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Damit könnte man manchen in den nächsten Monaten auch wieder die Urlaubsplanung verderben, denn Ausreise aus einem solchen gebiet wäre bekanntlich verboten.

Auch für die Gastronomie wäre dann die Planungssicherheit für den Sommer dahin. Wobei Innengastronomie ohnehin erst ab einer Inzidenz ab 20 möglich sein soll. Und auch dann nur unter strengsten Hygienemaßnahmen, `Testungen bzw. Genesungs- oder Impfnachweis, was konstant erhebliche Einbußen bei der Gästezahl bedeuten wird.

Taktische Spielchen

Also noch einmal für alle zum Mitschreiben: Es ist vorbei, wenn die Kanzlerin sagt, es ist vorbei. Und dieser Termin dürfte wohlarrangiert knapp vor der Bundestagswahl im September liegen. In der Hoffnung, dass die Dankbarkeit der Bürger über die Rückgabe der totalen Freiheit ohne Maske den Unionsparteien die Wählerherzen nur so zufliegen lassen wird.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.