(Michael van Laack) Wer kennt ihn nicht, den Blogger mit dem Irokesenschnitt. Manche steile These hat er seinen andächtigen Fans schon vorgetragen und dabei  in Talkshows tief in Wills und Illners vor Dankbarkeit leuchtende Augen geblickt. In einem gestern erschienen Spiegel-Artikel „Die kalte Impfpflicht kommt“ offenbart Lobo allerdings zum ersten Mal sehr deutlich seine bisher stets nur kurz aufblitzende Menschenfeindlichkeit und Skrupellosigkeit.

Was seine Beliebtheit in den linken Blasen und vermutlich auch bei der FDP, die sich in diesen Tagen vehement für einen digitalen Impfpass einsetzt, deutlich steigen lassen dürfte.

„Aus meiner persönlichen Sicht ist die kommende, kalte Impfpflicht ein für manche vermutlich schmerzhafter, aber insgesamt akzeptabler, für die Beherrschung der Pandemie ein vielleicht sogar entscheidender, gesellschaftlicher Vorgang. Sie wird in jedem Fall ein so interessantes wie vielsagendes Beispiel für eine harte Form der angewandten Mehrheitsherrschaft: Wir verlangen von dir, dass du dir etwas spritzt, damit wir nicht zu Schaden kommen.“ So der Journalist fast am Ende seines Artikels.

„Kalte Impfpflicht“? Kalt ist nur das Menschenbild Lobos!

Kalte Impfpflicht – so belehrt uns der zwar keiner Partei angehörende aber augenscheinlich mit Unterdrückungssystemen sympathisierende Autor – wird durch Gruppendruck erzeugt. Wenn die Mehrheitsgesellschaft erst einmal durchgeimpft ist, wird sich ihr Zorn über die ergießen, die sich bisher nicht haben impfen lassen und ihrer Auffassung nach so mitverantwortlich für die lange Lockdown-Zeit sind.

Die Mehrheit würde dann die Minderheit öffentlich beschimpfen, verachten und ausgrenzen. Das findet Lobo vollständig OK. Auch regt er Geschäftsleute dazu an, sich an der Ausgrenzung zu beteiligen und ungeimpfte nicht mehr in ihre Geschäfte und Restaurants zu lassen. Vereine und Institutionen (wie z. B. Kirchen) könnten sich an dieser Ausgrenzung beteiligen, um den sozialen Druck durch „Liebesentzug“ zu erhöhen. Und so dem Staat helfen, zu erreichen, was das Grundgesetz ihm verbietet: Alle Bürger zu einer Impfung zwingen, wenn sie nicht weiter ausgegrenzt, auf den Straßen gemieden, von Bekannten und Nachbarn nicht mehr besucht würden und nicht einmal ins Kino dürften.

Lobo ermutigt zu Verachtung der Mitmenschen

„Weil auch die durchaus rationale Furcht vor Ansteckung nicht verschwinden wird, kann diese Melange aus Angst und Ablehnung leicht zu einer Ausgrenzung Ungeimpfter führen – und zwar zu der am schwersten zu ertragenden, nämlich absichtsvollen und Schuld zuweisenden Ausgrenzung: Du lässt dich nicht impfen, dann lasse ich dich die Konsequenzen spüren.“

Lobo bedauert, dass man in Deutschland nicht vor den Russen und den Chinesen auf die Idee gekommen ist, mit Impfnarrativen den gewünschten Druck zu erzeugen, der entsprechend in der Bevölkerung weitergegeben wird. So könnte es nun passieren, dass die Impfgegner sich darauf beriefen, hier sei ja alles wie in China und Russland. So könnte es zu einer weiteren (aus Lobos Sicht vermutlich wünschenswerten) Radikalisierung von Impfgegnern kommen.

Wir müssen totalitäres Vorbild für China werden

Wünschenswert, weil die MSM so das Bild zwischen Gut und Böse noch klarer framen und die Exekutive öffentlichkeitswirksam noch härter vorgehen könnten. Mit anderen Worten: Für Lobo wird es Zeit, dass wir in Deutschland Vorreiter werden und autoritäre Regime uns als Vorbild betrachten.

Dass der „Spiegel“ einen solchen Artikel veröffentlicht, ist nicht verwunderlich. Sind doch viele seiner Mitarbeiter mittlerweile tief in linksradikalen Netzwerken integriert. Und dennoch ist es eine Schande, dass in einem freien Land wie diesem kein deutscher Politiker Lobos Artikel als Mahnung und Warnung verstehen wird, für die Freiheit des Einzelnen und die Grundrechte aller zu kämpfen, sondern eher klammheimlicher Vorfreude auf das Gelingen der beschriebenen „kalten Impfpflicht“ verspüren wird. Große Zeiten…

Große Zeiten

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.