(Michael van Laack) Empfehlungen der Stiko (der „Ständigen Impfkommission“) waren für Jens Spahn bisher stets wichtig. So z. B. im Fall der Aussetzung von AstraZeneca. Nun aber gefährdet eine Empfehlung dieser Institution die Strategie des indirekten Impfzwanges. Deshalb gibt es nach Ansicht des Bundesgesundheitsministers keinen Grund, sich an die Empfehlung der Kommission zu halten.

Für Spahn ist klar: Sichere Schulen gibt es nur mit geimpften Kindern und Jugendlichen. Deshalb dürfte er auch hoffen, dass möglichst wenige Eltern sich mit der Stiko-Empfehlung befassen, Kinder und Jugendliche nicht in die Impfkampagne einzubeziehen.

Fragwürdiges Kosten-Nutzen-Verhältnis

Solange nicht klar sei, ob Kinder und Jugendliche von der Impfung überhaupt profitieren, da die Gefahr eines schweren Verlaufes minimalst ist, solle auf die Impfung der Altersgruppe unter 16 Jahren ganz verzichtet werden. Das Risiko an Nebenwirkungen schwer zu erkranken, sei augenscheinlich größer als das eines schweren Verlaufs.

So etwas hört Jens Spahn selbstverständlich gar nicht gern. Die Kostenfrage ist ihm ohnehin egal, denn Olaf Scholz hat immer noch genug Farbe im Keller des Finanzministeriums, um neue Geldscheine drucken zu lassen. – Und was das Risiko betrifft: Solche Argumente sind für den Minister in der sozialistischen Regierung Merkel Gift für die „indirekte Impfpflicht“. Wenn das einreißt, könnten ab dem nächsten Schuljahr ungeimpfte Kinder nach Lust und Laune ihr in vielen Bundesländern immer noch entzogenes Recht auf Bildung auch ungeimpft wahrnehmen.

Stiko untergräbt Spahns und Merkel Strategien

Ein Skandal sondergleichen wäre das. Denn wie soll man den älteren Generationen erklären, sie müssten sich impfen lassen, um wieder ein Restaurant besuchen zu können, wenn gleichzeitig Kinder und Jugendliche auf den Schulhöfen toben oder gar eng miteinander kuscheln. Und das vielleicht sogar am Ende ganz ohne Mundnasenschutz.

Aktuell hat Spahn bekanntlich in Aussicht gestellt, ab einer Inzidenz von 20 könne man über die Befreiung von der Maske nachdenken. Aktuell liegt die Inzidenz bundesweit unter 20. Es besteht also aus Sicht des Bundesgesundheitsministers die realistische Gefahr, dass Menschen bald wieder Gesicht zeigen können. Eine grausame Vorstellung für jemanden, der mit dem Ermä… Bundesinfektionsschutzgesetz ausgezogen ist, die Bürger das Fürchten und den Gehorsam zu lehren.

Die vielversprendste Option für ihn ist daher wohl: Die Eltern gegen die Empfehlung der Stiko in Angst und Schrecken versetzen und so eine Impfung durch „Überredung“ und „gute Argumente“ faktisch zu erzwingen. Begleitend dazu könnte Spahn die Inzidenzgrenze zum Fall der Maskenpflicht auf minus 50 setzen. Im Netz könnte dann die Zivilgesellschaft weiterhin „Gesicht gegen Rechts“ zeigen, während die Bürger es für immer verstecken müssten.

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger Artikel„Allah ist der Allergrößte“ – Wer den Muezzinruf nicht hören will, gilt in Deutschland als Volksverhetzer!
Nächster ArtikelZensur bei Youtube: Der nächste Akt – Kanäle von Querdenken-711 gelöscht!
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.