„Whisky-Vikar“ Wolfgang Rothe hält Priesterweihen für ein schattenhaft dunkles Ereignis!

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Youtube Screenshot

(Michael van Laack) Wolfgang F. Rothe ist ein komischer Heiliger, um das ebenso salopp wie nichtzutreffend zu formulieren. Denn zumindest heilig ist an ihm nichts, wenn man ihn an seinen Worten und äußerlich sichtbaren Taten misst. Er ist römisch-katholischer Priester und Kirchenrechtler. In den Medien wurde er erstmals bekannt, als er sogenannte Whisky-Exerzitien durchführte. Spiritualität plus Spiritus. Eine eigenwillige Form, zu missionieren.

Neuerdings machte er als einer der Wortführer der Aktion #liebegewinnt auf sich aufmerksam, als er öffentlichkeitswirksam gegen den Willen Roms homosexuellen Paaren den Segen spendete und billigend in Kauf nahm, dass er für diese Aktion nicht nur von Kommunisten und Sozialisten Applaus erhielt, sondern viele diesen Segen als Ersatz für das Ehesakrament betrachteten. Ehesakrament 2.0, wenn man so will.

Priesterweihen sind ein vorübergehender Schatten

Vor einigen Tagen freute sich Rothe u. a. auf seinem Twitter-Profil  darüber, dass der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki von einer der postchristlichen Regenbogen-Ideologie verfallenen Düsseldorfer Pfarrgemeinde ausgeladen wurde, wo er die Firmung spenden wollte. – Wenige Stunden zuvor jedoch erhellte dieser Affront gegen den Leiter einer der einflussreichsten Diözesen der Weltkirche Rothes „edles“ priesterliches Antlitz allerdings noch nicht, sondern war umwölkt von Ärgernis. Denn in Rom hatte Kurienerzbischof Georg Gänswein doch tatsächlich 27 Kandidaten zu Priestern geweiht.

Für Rothe ein Skandal, denn diese Priester sind keine Fans seiner Regenbogenkirche, sondern gehören dem konservativen Opus Dei – der bisher einzigen Personalprälatur der Weltkirche – an. Eine Personalprälatur ist eine aus Priestern und Laien bestehende Institution, die unmittelbar dem Papst (dem Heiligen Stuhl) unterstellt ist und z. B. ohne Genehmigung des jeweiligen Ortsbischofs Niederlassungen errichten kann.

Opus Dei und Rom werden mit dem Bösen gleichgesetzt

Deshalb framte Rothe diese Weihe als ein dunkles Ereignis, indem er aus Tolkiens „Herr der Ringe“ ein Zitat wählte, dass vom Vorrübergehen des Schattens und dem Ende Dunkelheit mit Bezug auf die Herrschaft des Oberbösen Sauron (den Tolkien als Symbol für Diktatoren und den Teufel selbst verstanden wissen wollte) spricht.

Rothe setzt hier also die Weihe von Priestern gleich mit einem Ereignis, dass nur möglich ist, so lange das Dunkle und Böse herrscht. Diesen eines Priesters unwürdigen Tweet habe ich auf Twitter wie folgt kommentiert: „Halten Sie sich für einen Lichtbringer, Herr Rothe? Die meisten, die es vor ihnen taten, endeten in der Apostasie. Priesterweihen bezeichnen nur Feinde Christi als dunkles Ereignis. Deshalb bleibt nichts anderes, als Ihren Fans mit Gandalf zuzurufen: ‚Fly, you fools!‘ [Flieht, Ihr Narren!]“

Will die Kirche keinen Schaden leiden, muss sie handeln!

Und ich möchte hier anfügen: Priester wie Wolfgang Rothe tragen nur Streit, Begehrlichkeiten, Unzufriedenheit und Spaltung in die Reihen der Gläubigen und die Kirche als Institution. Sie geben Teile der Kirche der Lächerlichkeit preis. Wer solche reißenden Wölfe als Priester in seinen Reihen duldet, muss sich nicht wundern, dass in den Kirchen des Westens immer mehr Menschen der Institution den Rücken kehren. Das Schlimmste daran: Menschen wie Rothe werden nicht freiwillig gehen. Und wirft man sie raus (laisiert  sie) werden sie für die MSM und das linksgrünversiffte innerkirchliche Laienräte-System zu Martyrern. So oder so richten sie also Schaden an. Aber besser, sie tun es extra ecclesiam, als dass sie behaupten können, dem Leib Christi anzugehören und vom Heiligen Geist erfüllt zu sein.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.