(Michael van Laack) In der „Süddeutschen Zeitung“ hatte Karl Lauterbach – ganz gegen seine sonstigen Gewohnheiten – bereits im Januar 2021 prognostiziert: „Das wird ein Super-Sommer.“ Nun droht sich diese Prognose zumindest teilweise zur erfüllen, falls die Inzidenzwerte weiter so stark sinken und die Impfungen in diesem Tempo fortgesetzt werden können.

Geöffneter Einzelhandel und Außengastronomie, Menschen die sich auf der Straße wieder umarmen und am Badesee dicht beieinanderliegen. Vielleicht bald sogar ohne Maske. – Ähnliche Bilder dürften Merkel samt ihren Haus- und Hof-„Virologen“ in diesen Tagen vermutlich auch vor Augen haben, weil die zu rasche Rückgabe von Grundrechten gerade vor der Bundestagswahl auch große Gefahren für die Regierungsparteien in sich birgt.

Vor der Bundestagswahl darf der Angstpegel nicht sinken!

Denn neben der teilweisen Rückkehr in die alte Normalität wird zum Beispiel auch die Insolvenzpflicht zurückkehren. Und im Wahlkampf wird manch einem bewusst, dass die Verschuldung durch Corona sich nicht ganz so einfach mit neuen Krediten zur Ablösung der alten wird regeln lassen. Was kann man da nur tun?

Nun, man könnte neue Schreckensszenarien entwerfen und neue Horrormodelle entwickeln, um zu verhindern, dass bestimmte Dinge sich vor dem BTW im Herbst ändern. Diese Botschaften und Bilder – von Merkel, Spahn, Wieler, Müller und Söder mit besorgter Mine in die Wohnzimmer der Bundesbürger transportiert – dürften sicher ein weiteres Mal die deutliche Mehrheit der Bevölkerung dazu bringen, noch ein paar Wochen länger auf das ein oder andere Grundrecht zu verzichten.

Und was eignet sich dazu besser als eine neue Mutante:

So ließe sich vielleicht verhindern, dass die Bundesregierung aus dem Alarmmodus in den Normalmodus wechselt und mit Blick auf möglich neue Überlastungen des Gesundheitssystems durch überfüllte Intensivstationen einlenkt, die Innengastronomie, die Theater und Konzerthallen vorsorglich bis November geschlossen hält und so auch die Insolvenzpflicht verlängert.

Es gibt sooo viel Mutanten auf Welt

Und falls die Mutante B 1.617.32 sich doch zu früh als Rohrkrepierer erweisen sollte und nicht um 40 % ansteckender sein sollte als die britische Variante B 1.1.7, könnte man ja B.1.351 als Bedrohung wiederbeleben oder auch nur die Möglichkeit in Aussicht stellen, dass gewiss bald eine neue dänische, neuseeländische oder afghanische Variante gefunden würde, die an Infektionskraft und Resistenz unser aller Vorstellungsvermögen übersteigen dürfte.

Wer also glaubt, es sei vorbei: Es ist erst vorbei, wenn die Bundesregierung sagt, dass es vorbei ist. Und die hört bekanntlich immer auf „die Wissenschaft“. Hoffen wir also das Beste, liebe Leser. Und erwarten wir das Schlimmste! Denn wenn wir eines gelernt haben in den vergangenen 15 Monaten, dann wohl, dass es im besten Deutschland aller Zeiten immer schlimmer kommen kann. Auch wenn dies mancher Zeitgenossen Vorstellungskraft schon jetzt übersteigt!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.