(Michael van Laack) Für die ARD ist das Existenzrecht der Hamas in Gefahr. Deshalb lautet die Redaktionslinie: Die Schuldfrage für den seit Tagen tobenden militärischen Konflikt möglichst ungeklärt lassen; immer schön von „wechselseitiger Eskalation“ und „Gewaltspirale“ schreiben; über getötete Palästinenserkinder und flüchtende Familien sprechen; Häuser- und Landwegnahme durch Israel in den Vordergrund stellen. Heutefolgte ein neuer journalistischer „Höhepunkt“!

Nebenbei zwar dann auch nackte Zahlen: über 2000 auf Israel abgefeuerte Raketen. Aber die wurden ja fast alle von Israels Abwehr abgefangen oder landete sogar noch im Gazastreifen. Also wozu die Aufregung? Bilder von Zerstörungen und weinende Menschen wurden deshalb auch bevorzugt aus dem Gazastreifen gesendet. Und die Angaben über zivile Opfer aus Hamas-Quellen schickte man als gesicherte Zahlen über den Äther. Heute nun ein neuer Höhepunkt dieses terrorfreundlichen „Journalismus“.

Greift die  skrupellose israelische Armee unschuldige Zivilisten an?

Der heute erschienene Artikel „Eskalation trotz Vermittlungen“ framt die Hamas als friedensbereite Palästinenserorganisation und die israelische Regierung als eiskalte Legion schwarzer Engel, die mehr Palästinenserblut fließen sehen möchte. Kein Wort findet sich dazu, dass die Hamas alle ihre mittlerweile weit über 2000 Raketen wahllos und ohne Rücksicht darauf abgeschossen hat, welche Ziele sie treffen würde. Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, Schulen? Ganz egal, Hauptsache es sterben möglichst viele Juden.

Die israelische Armee habe „am Freitag Tausende Palästinenser zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen.“ Zu diesen „Fluchtbewegungen“ war es gekommen, als Israel das tausende Kilometer lange Tunnelsystem der Hamas, durch das Waffen ins Land transportiert werden und Terroristen sich frei und unentdeckt vom Libanon aus bis nach Gaza bewegen können bombardiert. Das war sehr gemein, meint die ARD. Israel hätte die Terroristen und die Bevölkerung warnen müssen, damit die Einwohner noch rechtzeitig fliehen, vor allem aber die Terroristen sich und möglichste viele Raketen in Sicherheit hätten bringen können.

Machte die Hamas ein großzügiges Waffenstillstandsangebot?

Weiterhin weisen die Terroristenfreunde im gebührenfinanzierten Fernsehen darauf hin, dass die Hamas – nachdem die ersten massiven Luftschläge der israelischen Armee einsetzten, bereits ein großzügiges Angebot gemacht hätten. Unter der Vermittlung Ägyptens hätten die Terrorknechte eine einjährige Waffenruhe ab sofort angeboten. Diese Friedensgeste habe aber der Kriegstreiber Israel abgelehnt. Netanjahu – so lässt der weitere Artikel erkennen, sei gnadenlos und wolle weitere Zerstörungen und weiteres Leid und der Zivilbevölkerung sehen.

Fakt hingegen ist, dass Israel nach einem so verheerenden Angriff und der Demonstration der Hamas, zu welch massiven Schlägen sie mittlerweile in der Lage ist, überhaupt keine andere Möglichkeit bleibt, als der Hamas größtmöglichen Verlust an Personal und Material hinzuzufügen. Denn ansonsten würde die Bevölkerung Israels schon nach wenigen Wochen wieder unter der Furcht leben müssen, dass es bald von vorne losgeht, kaum das aus dem Libanon und dem Iran neue Waffen und weitere willige Judenhasser nachgeführt werden.

Israel ist der Aggressor – Palästinensische Familien Hauptopfer

In zu Tränen rührenden Worten berichtet die ARD sodann über das Schicksal des unschuldigen Volks der Palästinenser: Aus den Randbezirken von Gaza-Stadt flohen Palästinenser mit hastig gepackten Habseligkeiten, oft ohne zu wissen wohin. – Tausende seien in die 16 Schulen der Hilfsorganisation eingebrochen, um dort Unterschlupf zu finden. Einer von ihnen war Mohammed Ghabajen. Seine Kinder hätten seit dem Tag zuvor nichts gegessen und keine Matratzen, auf denen sie schlafen könnten, sagte er. Und dann komme noch die Corona-Pandemie dazu. Er wisse gar nicht, wovor er seine Familie zuerst schützen solle, den Raketen oder dem Virus.“

Und all das nur, weil die bösen Israelis nicht das großzügige Waffenstillstandsangebot angenommen haben. Ohnehin stellt die ARD bereits seit Tagen Israel als den Konfliktverursacher dar. Hätte man keinen Anspruch auf vier Häuser in einem Ostjerusalemer Stadtteil erhoben, wäre die Hamas gar nicht genötigt gewesen, Tausende Raketen auf Jerusalem und Tel Aviv abzufeuern. Dann würden Muslime, Juden und Christen in diesen Tagen gemütlich zusammensitzen und in bester interreligiöser Tradition gemeinsam das Zuckerfest feiern.

Mehr Verständnis für Antizionismus und Antisemitismus

Einfach nur großartig. Danke liebe ARD, dass ihr einmal mehr all die Fake News über die Hamas aufgedeckt und für uns die Fakten herausgearbeitet habt. Nun sieht ganz gewiss der größte Teil der deutschen Bevölkerung auch die „Scheiß Juden“-Rufe und die Verbrennung israelischer Flaggen in einem ganz neuen Licht.

Das war alles nur eine mehr als verständliche Reaktion über die enttäuschende Nachricht, dass Israel das großzügige Waffenstillstandsangebot ausgeschlagen hat. Danke für Eure Belehrung. Ab heute können wir die Antisemiten besser verstehen., Oh… Wait! Natürlich nur die muslimischen Antisemiten. Die anderen bleiben selbstverständlich eine Schande für unser Land und eine Gefahr für die Demokratie.

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelFrau Merkel, holen sie mehr Muslime nach Deutschland. Sonst ist der „Kampf gegen Rechts“ verloren!
Nächster ArtikelPolen ist drittgrößter Exporteur nach Deutschland und hat die USA überholt
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.