(Michael van Laack) Die oberste Verwalterin unserer Grundrechte hat gute Nachrichten. „Grundrechte für alle“ könnten schon bald Wirklichkeit werden. Allerdings müsse man vorsichtig agieren und das, was die Bundeskanzlerin mit Ihrer „Notbremse“ erreicht habe, nicht wieder aufs Spiel setzen.

In einem Interview mit dem Handelsblatt erklärte die Bundesjustizministerin, dass wir alle „Schritt für Schritt wieder die Möglichkeit bekommen, unsere Grundrechte wieder vollständig auszuüben“

Auch Ungeimpfte sollen wieder an der Freiheit schnuppern dürfen

Die Inzidenzzahlen sinken weiter (heute bundesweit unter 100). Aber das reicht natürlich noch lange nicht, um vollständige Entwarnung geben zu können, erklärte uns Heiko Maas‘ würdige Nachfolgerin im Amt der Grundrechteverwaltung. Manch ein Bürger könnte Teile seiner Grundrechte schon in den nächsten Tagen zurückerhalten oder zumindest in wenigen Wochen. Bis allen Bürgern alle Grundrechte zurückgegeben würden, wird nach ihrer Ansicht maximal noch ein halbes Jahr vergehen.

Innengastronomie wieder öffnen? Das ist unwirtschaftlich!

Lambrecht hält es für grundfalsch, in Bundesländern oder Kreisen mit niedriger Inzidenz die Innengastronomie schon wieder zu öffnen. Die haben jetzt sieben Monate so schön durchgehalten, dann käme es auf ein paar Monate nicht mehr an. Zudem: „Wir haben die Kontrolle über die Fallzahlen gerade erst zurückgewonnen und müssen weiterhin sehr vorsichtig sein“.

Es sei ohnehin aus ihrer Sicht betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, wenn die Küchen und Theken geöffnet werden, um ausschließlich Geimpfte und Ges testete zu bedienen. Bei der Außengastronomie läge der Fall mit guten Hygiene-Konzepten anders. Vermutlich ist Lambrecht der Ansicht, dass Elektrogeräte nicht so viel Strom verbrauchen und auch die Personalkosten deutlich niedriger lägen, wenn man Gäste nur im Freien bedient. Anders zumindest lässt sich ihr Argument der Wirtschaftlichkeit nicht begründen.

Danke für die klare Ansage, Frau Bundesjustizministerin!

Zusammenfassung. Wieder einmal hat die Bundesjustizministerin begriffen, was den Bürgern in diesem Land wichtig ist: Das sie klare Ansagen dazu bekommen, wann ihre Grundrechte zurückgegeben werden. Alles andere ist ihnen vollkommen egal. Denn als gehorsame Bürger sind sie bereit, zu warten, bis die Weisen im Bundeskanzleramt und im RKI grünes Licht geben. Und auch die Gastronomen möchten lieber gar nicht öffnen, als nur ein wenig Geld verdienen. Großartig, oder?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.