Luisa Neubauer bei Anne Will: Hans-Georg Maaßen verbreitet antisemitische und rassistische Inhalte

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Youtube Screenshot

(Michael van Laack) „Von Corona-Krise bis Klimapolitik – kann die Union noch Kanzleramt?“, lautete gestern das Thema bei Anne Will. Wie fast immer in ihrer Sendung hatte sie auch diesmal wieder drei Gäste eingeladen, denen die Aufgabe zugedacht war, gemeinsam mit ihr auf einem Gegner der rot-grünen Agenda herumzuhacken. Diesmal war Armin Laschet auserkoren. Was dann jedoch folgte, war ein Auftritt von Luisa Neubauer, der an die dunkelsten Zeiten Deutschlands erinnert.

Zunächst lief alles wie erwartet: Anne Will unterzog Armin Laschet im Einzelgespräch einer peinlichen Befragung, unterbrach ihn mehr als zehnmal, weil sie fürchten musste, dass seine Antwort ihre auf den beliebten Kärtchen festgelegte Fragenreihenfolge unterbrechen würde oder ihm die Verteidigung seiner Position gelingen könnte. Danach bestätigten die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch und der Leipziger „Zeit“-Redaktionsleiter Martin Machowecz pflichtgemäß mit ihren eigenen Worten Wills Analysen und Vorurteile.

Will korrigiert und unterbricht Neubauer kein einziges Mal

So, wie es Will bei Annalena Baerbock regelmäßig zu tun pflegt, hielt sie es auch mit Luisa Neubauer. Ihren teilweise mehrminütigen Redeschwall unterbrach sie kein einziges Mal. Kritische Nachfragen blieben aus. Stattdessen nickte sie für die Zuschauer gut sichtbar mehrfach bei Neubauers Ausführungen lächelnd in die Kamera, spielte ihr als Stichwortgeberin immer wieder Bälle zu. So zum Beispiel, als Neubauer Laschet die verfehlte Kohlepolitik der rot-grünen Landesregierung in NRW als sein persönliches bzw. das Versäumnis der Bundes-CDU vorhielt.

Wir werden versuchen, Neubauers Antisemitismus-Vorwurf zu belegen

Zuvor war es jedoch schon zum Eklat gekommen. Oder besser: Es hätte zum Eklat kommen sollen. Denn Neubauer eröffnete ihre Tirade nicht mit dem Thema Klimaschutz, sondern warf Laschet vor, seine Partei hinsichtlich rechter Umtriebe nicht im Griff zu haben.

Belegen konnte Neubauer ihre Vorwürfe gegen Maaßen und letztlich auch Laschet, der all dies legitimiere, weil er Maaßen nicht aus der Partei entferne, selbstverständlich nicht. Das war allerdings auch gar nicht nötig. Denn Anne Will forderte von Neubauer keinen Beleg, sondern versprach im Gegenteil, man (die ARD) wolle im Nachgang versuchen, das zu belegen.

Dass Will Laschet und somit auch Maaßen nicht gegen unbelegte Vorwürfe in Schutz nahm, spricht Bände. Dass sie anschließend gar unkritisch Serap Gülers Tweet zu Maaßen mit einbrachte, weist auf eine Vorabsprache der beiden Ökosozialistinnen hin. Eine Frau mit Nähe zu radikalen Muslimen, die der CDU vorwirft, christliche Werte zu verraten? Eine neutrale Journalistin wäre mißtrauisch geworden.

Öffentliche Diskreditierung wie in der DDR

Anders kann man kaum nennen, was uns gestern vorgeführt wurde. Eine so offensichtlich wie noch nie parteiisch agierende Moderatorin lässt zu, dass der ehemalige Chef des Bundesverfassungsschutzes und mit ihm die ganze Regierungspartei CDU diskreditiert wird und zeigt am Ende gar die Bereitschaft, diese Diskreditierung zu verteidigen, indem sie helfen wolle, Luisa Neubauers Lügen in ARD-Fakten umzuwandeln.

Interessant allerdings: Eine Aussage von Armin Laschet lässt ebenfalls tief blicken und zeigt, dass er von seinem Demokratieverständnis vielleicht doch viel näher bei Anne Will und Luisa Neubauer liegt, als diese ihm gestern zugestehen wollten. Befragt, ob er nicht gern Maaßens Nominierung zur Bundestagswahl verhindert hätte, meinte Laschet, dass es ihm selbstverständlich viel lieber wäre, wenn der Parteivorsitzende und nicht die Delegierten über die Besetzung der Bundestagskandidaten in den Kreisen entscheiden würden. Aber da das nun mal nicht so sei… Tja!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.