Wielers Corona-Prognose: Auch wenn alles vorbei ist, ist noch lange nicht alles vorbei!

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Youtube Screenshot - Bundespressekonferenz v. 29.04.21

(Michael van Laack) „Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“ erklärte Angela Merkel schon am 19. Februar dieses Jahres. Doch der Satz ging schnell unter in dem Getöse der nächsten beiden Monate. Nun hat RKI-Chef Lothar Wieler ihn wieder hervorgekramt und ein wenig modifiziert. Vermutlich gefiel ihm die Aussicht darauf, dass die Krise irgendwann einmal vorbei sein wird, überhaupt nicht. Denn es geht ja auch um seine Daseinsberechtigung.

Keine PKs mehr für ihn in der Bundespressekonferenz? Ein schrecklicher Gedanke, mit seinem Institut wieder das zu werden, was er vor der Corona-Krise war: Sowohl für die Öffentlichkeit als auch die politischen Akteure bei Entscheidungsfindungen nahezu bedeutungslos. Deshalb schärfte er heute Merkels Februar-Dogma noch einmal den Bürgern ein:

Bald kommt auch Impfstoff für Kinder

Tenor in der Bundespressekonferenz (sowohl von Spahn als auch in weiten Teilen von Wieler): Wir sind zwar noch nicht über den Berg, haben aber die dritte Welle fast gebrochen. Auch die Impfungen laufen immer besser. Deshalb reichen nach jetzigem Stand sieben bis zehn Wochen Bundesnotbremse. Denn bald kommen ja auch die Impfstoffe für Kinder.

Für Kinder soll es – wie für die Erwachsenen – selbstverständlich keine Impfpflicht geben. Nur Ermunterungen, damit sie begreifen, wie wichtig es ist, die eigenen Eltern oder Freunde zu schützen. Ob Kinder (die ja bald grundgesetzlich geschützte besondere rechte haben), sich auch gegen den Willen ihrer Eltern impfen lassen können, würde auf der heutigen PK allerdings nicht erörtert.

Hoffnung auf neue Mutanten noch nicht aufgegeben

Die indische Mutante – erklärten Spahn und Wieler zähneknirschend – sei nun doch nicht so gefährlich wie erho… befürchtet. Leider war gestern Christian Drosten – zweifellos unabgestimmt – mit dieser Information an die Öffentlichkeit gegangen. Aber da können ja noch so viele andere Mutanten kommen, versicherte der RKI-Chef. Vielleicht sogar solche, die resistent gegen den Impfstoff sind. Und überhaupt: Es ist auch dann noch nicht vorbei, wenn es vorbei ist.

Denn, so Wieler: Alle Geimpften können immer noch nicht Geimpfte anstecken. Deshalb sollten sie auch weiterhin zu Hause bleiben. Entsprechend darf der Lockdown nicht gelockert werden, nur weil bald alle 70- bis 100-jährigen versorgt sein werden.

Corona – die lang ersehnte Sterbehilfe für die Republik

Bleiben Sie zu Hause, bis die Regierung ihnen anderes erlaubt. Auch wenn sie bereits mehrfach geimpft sind. Vor einigen Monaten noch mahnte man die Kinder, sie mögen den Kontakt zu den Großeltern abbrechen, um sie nicht anzustecken und am Ende für ihren Tod verantwortlich zu sein. Heute wir andersherum ein Schuh daraus: Nun sollen die durchgeimpften Großeltern sich weiterhin an alle Corona-Regeln halten, um ihre Enkel nicht zu gefährden. Der Kreis schließt sich. Und wer in Mathe aufgepasst hat, weiß: Ein Kreis hat weder Anfang noch Ende. Nur einen Mittelpunkt.

Und der ist in diesem Fall die Pandemie, um die sich vermutlich auch in den nächsten Jahren in verschiedensten Variationen und Abstufungen alles drehen wird. Irgendwer sagte im ersten Lockdown: „Das Deutschland nach der Pandemie wird ein anderes sein.“ Ich glaube eher, es wird in wenigen Jahren gar nicht mehr sein. Corona erleichtert den Aposteln der grün-roten politischen Religion ihr Zerstörungswerk. In der Pandemie haben die Bürger Verzicht gelernt, dann wird es ihnen nicht schwerfallen, zur Rettung des Weltklimas im Verzichtsmodus und Solidaritätsstatus zu verbleiben.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.