(Michael van Laack) „Die Wirklichkeit ist komplexer als die klassische binäre Lesart der Schöpfungsordnung es darstellt“, heißt es im Antrag „Geschlechtervielfalt in Wort und Schrift“, den 86 Mitglieder des ZdK anlässlich ihrer Vollversammlung bei 54 Gegenstimmen Stimmen beschlossen. Mit anderen Worten: Dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen habe, ist ein von Juden und Christen über mehr als 4.000 Jahre tradierter Irrtum.

Na ja, vielleicht wusste Gott ja auch noch nicht alles…

..und hat Stück für Stück dazugelernt, allabendlich die neuesten Forschungsergebnisse der Genderwissenschaft beim alkoholfreien und klimagerecht produzierten One-World-Biotofu-Bierchen zusammen mit Christus und dem Heiligen Geist diskutiert, um dann Letzteren zum „Synodalen Weg“ und der Vollversammlung des ZdK zu senden, damit diese bedeutendsten Gremien der gesamten Christenheit (nach der Synode der EKD selbstverständlich) dem katholischen Teil der Weltkirche die Augen öffnen könnten.

Gegner des Beschlusses sprachen unter anderem von einer „Vergewaltigung der deutschen Sprache“. Diese Formulierung wiesen die Anständigen und Aufrechten unter den anwesenden Christus*innen als grotesk und widerwärtig zurück, auch mit Blick auf den Missbrauchsskandal der Kirche. Soweit die jedes geschlechtergerechte Herz höherschlagen lassende Entscheidung. – Jetzt hätte ich aber dann noch ein paar Fragen an die Mitglieder des ZdK.

Sind Gendersternchen-Gegner Menschenfeinde?

Darf man nach diesem epochalen und das Fundament der Kirche bis ins Mark erschütternden Beschluss noch zum Mitglied eines Pfarreirates oder Kirchenvorstands gewählt werden, wenn man sich nicht des Gendersternchens in Wort und Schrift befleißigt? Ist man überhaupt noch Katholik oder gar Christ, wenn man die überkommene geschlechterfeindliche Sprache verwendet? Ist es nicht im Gegenteil ein Zeichen von Menschenfeindlichkeit, nicht zu gendern?

Sollte man diese Unchristen nicht zugleich mit allen AfDlern exkommunizieren?

Kann man also von solchen Menschenfeinden noch reinen gewissens Kirchensteuern empfangen? Sollte man nicht dem „Synodalen Weg“ den Hinweis geben, dass es dringend nottut, 2022 nicht nur den Zölibat aufzuheben, die Priesterweihe der Frau und die Interkommunion einzuführen, die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen für ungültig und Sodomie zu einer gottgewollten sexuellen Orientierung zu erklären, sondern auch Genderfeindlichkeit und Islamophobie als Kirchenstrafe (Exkommunikationgrund) ins Kichenrecht (CIC) zu schreiben?

Klar, auch das ZdK braucht Geld für die vielen Angestellten, die tolle Öffentlichkeitsarbeit machen und mit mancher Regenbogen-Hochglanzpublikation nissionieren. Aber können die Mitglieder des ZdK es noch mit ihrem Gewissen vereinbaren, braunes Geld von katholischen Mitgliedern oder unbuntes von Gender-Feinden anzunehmen? Warumhat  man dazu keinen Beschluss gefasst? Oder zumindest an das als „Synodaler Weg“ getarnte deutsche Konzil einen Hinweis gegeben? Na ja, wenn Annalena Baerbock erst einmal Kanzlerin ist, kommt ohnehin die schöne neue kirchensteuerfreie Welt. Wozu sich also jetzt noch Gedanken machen, gell?

Einmal mehr abertausend Fragen

Die Hoffnung, auch nur eine einzige durch diese Damen und Herren beantwortet zu bekommen, tendier bei mirt gegen Null. Denn wie John Henry Newmans „Arians of the Fourth Century“ sind auch sie dem Hedonismus verfallene Menschen in einem System gefangen, dass sie über den Theismus zum Agnostizismus oder zur Apostasie führen wird. Zwangsläufig! Nnicht nur als Möglichkeit, die zur Wirklichkeit werden kann. Denn „Götter“ können sich nicht bekehren.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.