(Michael van Laack) Trotz allem, was ich im Folgenden schreibe: Gute Besserung, Herr van der Horst. Denn niemandem wünscht man, an irgendeiner Krankheit zu leiden. Schon gar nicht dann, wenn es sich um eine Krankheit handelt, bei der ein tödlicher Verlauf zumindest möglich ist. – Wie aber der „Heute-Show-„-Mann seine Erkrankung nutzt, um Kritiker der Coronapolitik zu diffamieren und weitergehende Staatsfunk-Propaganda zu treiben, ist erbärmlich und aufs Schärfste zu verurteilen.

 #allesdichtmachen hilft, das „verfickte Virus“ weiterzutragen

Als Kasper bezeichnet sich van der Horst zu Beginn des Videos selbst, weshalb man das auch so in die Überschrift nehmen kann. Sodann bedankt er sich bei den Initiatoren von #allesdichtmachen. Durch sie würden viele Bürger animiert, sich unvorsichtiger in der Öffentlichkeit zu bewegen. Und es sei wohl auch ein Unvorsichtiger gewesen, der das Virus auf ihn übertragen habe.

Vielleicht komme ich auf die Intensivstation

Diese Aussicht scheint van der Horst nicht sonderlich zu erschrecken. Kopfschmerzen, Husten, vielleicht hohes Fieber und am Ende die künstliche Beatmung. Was solls, scheint er zu denken, denn er faselt im Plauderton vor sich hin. Verantwortlich für seine Infektion sind natürlich andere. Dass er selbst die Abstands- oder Hygieneregeln nicht eingehalten haben könnte, kommt ihm nicht in den Sinn. Vermutlich einer der bösen Querdenker.

In Zukunft würden sich dank Jan Josef Liefers und anderen Menschenfeinden noch mehr Leute gegenseitig anstecken. Kein Wirt dazu, dass sie lediglich einzelne Maßnahmen und die Kommunikationspolitik kritisiert haben.

Zur Körperverletzung um der guten Sache willen bereit

Nein, querdenkerische Schauspieler werden Deutschland durch ihre Botschaft zu einem vom Aussterben bedrohten Land machen, scheint van der Horsts Botschaft zu sein. und damit das alles schneller geht, fordert es gesunde Menschen auf, ihn zu besuchen. Wohl um seine Bereitschaft zu demonstrieren, diese zu infizieren, hustet er am Ende seines Video laut und theatralisch in die Kameras. An Menschenverachtung kaum mehr zu überbieten. Und rein formal die öffentlich erklärte Bereitschaft, eine schwere Körperverletzung zu begehen.

Ach ja, Herr van der Horst: Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit „Das ist alles nur Satire und die darf bekanntlich alles.“ Sie haben hier nicht satirisch gesprochen, sondern polemisch und dem Ernst der Sache unangemessen unliebsame Schauspieler wie auch deren Kernanliegen (intensiver Diskurs über die Politik der Bundesregierung) verächtlich gemacht. Wenn das nach Ihrer Ansicht vom Satirebegriff gedeckt sein sollte, könnte ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, warum Sie sich echauffieren. Denn jene, die sie kritisieren, haben allesamt Realsatire betrieben. Wenn auch mit einer Stoßrichtung, die ihnen sowohl politisch als auch inhaltlich nicht gefällt. Aber so geht halt Meinungsfreiheit in Reinkultur!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.