(Michael van Laack) Die Kanzlerkandidatin aller grünen Journalisten-Herzen hat das Rennen gemacht. Endlich mal eine richtige Frau, die das Kanzleramt erobern will. Nach 16 Jahren Angela Merkel besteht also endlich die Chance auf Politik aus der Sicht einer Frau. Oh nein, sorry: Aus der Sicht einer feminstischen Karrierist*in, die versehentlich Mutter geworden ist.

Annalena Baerbock sei eine fokussierte, kämpferische und willensstarke Frau, sagte Robert Habeck vor wenigen Minuten bei ihrer Inthronisation. Schon kurz danach trübte er dann aber das klare Wasser wieder, als er ausführte: „Wir werden versuchen, diesen Wahlkampf gemeinsam zu führen!“ Was er damit wohl meint?

Wird das ein Wahlkampf von Frauen für Frauen?

Sind Männer ab jetzt bis zum September ins dritte oder vierte Glied degradiert? So wie der Erzeuger nach dem Geschlechtsakt mit einer lesbischen Frau, die für sich und ihre Partnerin nur noch ein Kind zum Familienglück benötigt, danach nur noch zahlen darf, falls das mit der Adoption nicht so schnell wie erhofft läuft?

Habeck versteht seine Rolle so, dass er seine Regierungserfahrung (in einer Landesregierung) einbringen möchte. Er wird also der Stratege im Hintergrund sein, der Lösungen schaffen muss, falls Baerbock im Wahlkampf einen Fauxpas mal nicht wegschwallen oder -lächeln kann.

Kitas und Schulen müssen die schönsten Orte für Kinder sein! Wie bitte?

„Wir wollen Politik für die Breite der Gesellschaft machen. Und so beginnt heute ein neues Kapitel für unsere Partei. Und wenn wir es gut machen, auch für unser Land!“ erklärt Baebock freudestrahlend. Ihr Anspruch sei es, unser gutes, reiches und vielfältiges Deutschland in eine gute Zukunft in einem klimaneutralen europäischen Zentralstaat zu führen.

Das Land brauche Veränderung. Endlich müssten Kitas und Schulen zu den schönsten Orten werden, an denen Kinder und Jugendliche sich aufhalten möchten. – Ich dachte immer, der schönste Ort für Kinder wäre immer dort, wo sie mit großer Wahrscheinlichkeit geborgen, geliebt und umsorgt werden. Na ja… Zudem müsse Deutschland ein diverses Land mit einer wehrhaften Demokratie (als Abwehr alles Konservativen, echt liberalen und bürgerlichen) werden.

Klimaschutz ist Fundament für Wohlstand, Freiheit und Sicherheit

Was sie damit meint, ist nicht ganz klar. Etwa Sicherheitsgarantien für Arbeitsplätze? Wohl kaum! Freiheit für Andersdenkende, vor allem die bösen „Klimaleugner“? Auch eher nicht! Und Wohlstand für wen außer den Herstellern von Solarzellen, Windrädern und veganer Nahrung? Na ja, das wird sie uns gewiss alles im Wahlkampf erklären.

Allerdings stimmte uns die frischgebackene Kanzler*innenkandidat*in auf harte Zeiten ein, bevor das Wohlstandsversprechen eingelöst werden könne. Klimagerechter Wohlstand werde wohl erst 2050 zu erreichen sein, wenn alle Ziele der Pariser Klimakonferenz erfüllt seien. Freuen wir uns bis dahin auf 29 erfolgreiche Jahre mit der noch jungen Annalena Baerbock.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.