(Michael van Laack) Wer stoppt endlich diesen Mann? Wie kann die SPD zulassen, dass er täglich weite Teile der Bevölkerung mit seinen Endzeitvisionen verunsichert und zahlreiche Bürger so in Angst und Schrecken versetzt, dass sie befürchten, sie könnten sich bei sich selbst anstecken, wenn sie ohne Maske ihren Spiegel küssen? Was treibt Merkel an, dass sie diesen Propheten des Todes weiterhin in ihrem engsten Beraterstab duldet?

Ihm schenkt man augenscheinlich nur aus ideologischen Gründen Gehör, lässt ihn schalten und walten, wie ihm beliebt. In dieser Woche soll die den Föderalismus aushebelnde und mit dem Grundgesetz unvereinbare vierte Novelle des Infektionsschutzgesetzes durch Bundestag und Bundesrat getrieben werden. Damit auch die Bürger diese Maßnahmen weiterhin mittragen, bedarf es täglich mehrere Dosen Angst und Schrecken. Die liefert Lauterbach gerne.

Das Dogma von der Unfehlbarkeit der Bundeskanzlerin

Statt sich mit Lauterbachs farbbeklecksten Auto sollten die Hauptstadtjournalisten sich mit dieser Strategie befassen. Die Lockdown-Politik  wandelt sich Woche mehr und mehr zu einer politischen Ersatzreligion, die Gläubige und Ungläubige wie Christus am Tag seiner Wiederkunft voneinander scheidet. Wer der Kanzlerin und Lauterbach nicht glaubt und folgt, wird in die Corona-Hölle gestoßen. Wer brav folgt, dem wird das baldige selig machende Impfparadies versprochen.

In den vergangenen 48 Stunden hat Lauterbach deshalb noch mal ein paar Schippchen draufgelegt. Heute nun prophezeit er 10.000 Tote im Bereich der 40- bis 60-jährigen, wenn man seinem und der Kanzlerin Willen auf dem Weg in den harten Lockdown mit Ausgangssperren nicht folgt.

Große Nöte werden kleingeredet

Dieser Appell eines Inhumanen an die Humanität, an Mitgefühl und Empathie, an Solidarität und Opferbereitschaft ist unerträglich. Zehntausende Existenzen werden in diesen Wochen vernichtet. Bei nicht wenigen wird das berufliche Lebenswerk zerstört und in den nächsten Jahren in Alkohol und Selbstmord enden, in zerrütteten Ehen und auch dem völligen Vertrauensverlust in den Staat als Fürsorger.

Gleiches gilt für die Kinder und Jugendlichen, die nicht nur die Sorgen und Nöte der Eltern mitbekommen, sondern ihr eigenes schweres Paket auf die Seele gelastet bekommen, de sich nicht oder zumindest nicht rasch davon erholen wird. Beziehungsunfähigkeit dürfte die schlimmste psychologische Folge dieses „Hin- und Her-Lockdowns“ und der medialen Indoktrination auch junger Menschen sein.

Wir brauchen eine neue Güterabwägung

Deshalb, so hart das manchem jetzt auch in den Ohren klingen mag – auch vor dem Hintergrund, dass ich den ersten Lockdown-Monaten 2020 die Regierungspolitik verteidigt habe und auch jetzt noch den Schutz vulnerabler Gruppen für möglich und notwendig halte: Wir brauchen eine Güterabwägung. Welcher Schaden ist auf die Dauer für die Gesamtgesellschaft der größere. Sicherlich spielen hier auch philosophische und ethische Fragen hinein, aber nicht nur.

Vor allem psychologische und wirtschaftliche. Denn was nutzt uns am Ende das Bewusstsein, vielleicht den ein oder anderen vor einer Infektion bewahrt zu haben, wenn wir in wenigen Jahren finanziell und sozial zusammenbrechen in vielleicht eineinhalb Jahrzehnten ein Gesundheitssystem, das nicht einmal mehr auf dem Level dessen liegt, was wir in diesen Monaten z. B. in den USA, Italien oder Portugal gesehen haben.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.