(Michael van Laack) Thomas Kutschaty ist (mittlerweile bartloser) Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, dem einwohner- und migrantenstärksten Bundesland. Gestern hat er sich zu den in der 4. Novelle des Ermäch… Infektionsschutzgesetz vorgesehenen Ausgangssperren geäußert und dabei ein Menschenbild offenbart, das jeden Demokraten erschrecken muss.

Es muss Schluss sein mit Bewegungen auf der Straße…

,,,meint Herr Kutschaty. Denn es können ja wohl nicht sein, dass wir auf der einen Seite harte Kontaktbeschränkungen ins Gesetz schreiben hinsichtlich der Anzahl von Personen, die sich in einer Wohnung treffen können, aber trotzdem jedem Bürger erlauben würden, sich zu jeder Zeit frei auf der Straße zu bewegen und so auch die Wohnungen anderer Bürger aufzusuchen. Vielleicht sogar an einem Tag mehreren Haushalten Besuche abzustatten.

Noch schlimmer sei es, dass man ja nicht einmal jemanden besuchen müsste, um eine Party zu feiern. Die Bürger hätten auch zu viele Gelegenheiten, sich auf der Straße zu treffen, miteinander zu reden oder vielleicht gar Gruppengespräche zu führen.

Es ist schwierig, in private Wohnungen zu gucken

Das sagt Kutschaty in fast bedauerndem Tonfall, auch wenn er sogleich anhängt, es sei auch gar nicht das oberste Ziel, in Wohnungen zu schauen. – Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss, dass es sehrwohl ein Ziel ist, wenn auch nicht das primäre. Denn das primäre Ziel ist, die Leute von der Straße zu bekommen.

Das der Staat nicht in alle Wohnungen hineinschauen könnte, sei deshalb auch nicht wirklich schlimm. denn auf dem Weg eines Bürgers in eine andere Wohnung könne der Staat die „Menschen erwischen“ und solle das auch tun. Bußgelder müssten so hoch sein, dass sie davor abschrecken, die nächtliche (oder auch eine andere?) Ausgangssperre zu brechen. 500 Euro hält er für tat- und schuldangemessen beim ersten Verstoß.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.