(Michael van Laack) Hassrede gilt es zu bekämpfen, heißt es bei Youtube und Facebook. Und beide Häuser weisen streng die Behauptung von sich, sie würden sich hierbei nur auf das rechte und konservative Milieu beschränken. Rezo – der „Zerstörer der CDU“ – darf aber gern in seinem neuesten Video eine Verächtlichkeit nach der andern von sich geben. Das stört auch Justizministerin Lamprecht nicht. Kein Wunder, denn Rezo kritisiert wieder einmal nur die Unionsparteien und lässt SPD und Grüne bei seiner Kritik an der Corona-Politik außen vor.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen müssen, was in diesem Land heute los wäre, wenn Tim Kellner oder ein anderer Youtube-Star  rechts der CDU sich – mit einem anderen Ansatz freilich – sprachlich derartig entgleitend zur Corona-Politik geäußert hätte.

Seehofer ist menschenfeindlich

Der Innenminister hatte neulich kundgetan, sich (noch) nicht impfen lassen zu wollen. Das – so Rezo – sei ein menschenfeindliches Verhalten. Somit ist für ihn selbstverständlich jeder Bürger, der sich nicht impfen lässt, ein Menschenfeind. Und was sind Menschenfeinde? Personen, die es aus der Gesellschaft auszustoßen gilt. Großartig oder. Linkes Schwarz-Weiß-Denken par excellence.

„Ein Haufen inkompetenter Dullis“ selbstverständlich alle nur von der CDU und CSU bekämen die Impfungen und Testungen nicht auf die Reihe. Sie hätten auch bei der Maskenpflicht versagt. Masken hätte jeder Deutsche schon tragen müssen – auch in der Öffentlichkeit – als in China die erste Welle losbrach.

Laschets Dummheit tut Rezo weh

Im März hatte der NRW-Ministerpräsident u. a. gesagt: „Wir alle hatten die Hoffnung, aus der Erfahrung des letzten Jahres, dass wenn der Frühling kommt, es wärmer wird, die Virusansteckung zurückgeht und die Zahlen sinken. Wir erleben im Moment genau das Gegenteil.“ Über diese Aussage empört sich Rezo extrem. Wenn alle ein wenig wissenschaftsgläubiger wären – wie es sich für einen guten Bürger und Politiker gehöre, hätte man das alles schon viel früher wissen und einen härteren Lockdown im Herbst fahren müssen.

Laschets sei  „ein Mensch, der will Kanzler werden“ „Das tut körperlich weh, wie dumm das ist.“ Was dieser Typ von sich gibt. – Neben diesen Themen äußerte sich Rezo noch zu Sachsens Ministerpräsident Kretschmer und den Korruptionsaffären in der Union. Kein Wort vom durch Scholz aufgehäuften Schuldenberg, nichts dazu, dass die Grünen alle Lockdowns so wie beschlossen mitgetragen haben. Augenscheinlich wieder einmal eine Auftragsarbeit aus dem rot-rot-grünen Lager, die Rezo ausgeführt hat. Diesmal aber hat er eigentlich sprachlich überzogen.

Dikreditierung von Links fördert die Demokratie

Eigentlich, denn in den linken Milieus von Restle über FAZ und Süddeutsche ist man begeistert davon, dass er ausgesprochen habe, was die übergroße Mehrheit der Deutschen denke. – Zurück zur Hassredefrage: Warum fordert niemand, dass Rezos Kanal gesperrt und diese Videos gelöscht werden? Ganz einfach: weil wir mittlerweile in einem Land leben, in dem Hass von Links zur tragenden Säule „unserer Demokratie“ geworden ist. Große Zeiten…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.