(Michael van Laack) Osterjubel will in diesem Jahr bei vielen Christen nicht aufkommen. Und bei den Religionslosen keine sogenannte Osterstimmung. Zum zweiten Mal wurden wir in einen Lockdown gezwungen. Zum zweiten Mal will der Stein nicht vom Grab hinwegrollen und uns vom Herzen fallen. Zum zweiten Mal hoppelt der Osterhase nicht durchs Land. Und dennoch gilt: Christus ist auferstanden, Alleluja, Alleluja!

Die Kirchen haben sich in der Zeit als willfähriger Diener des Staates erwiesen. Ohne Aufforderung der Bundesregierung wurden 2020 alle Gottesdienste abgesagt. In diesem Jahr macht man das zwar nicht. Und doch haben nur wenige Menschen die Möglichkeit, an Gottesdiensten real teilzunehmen. Für uns Katholiken, die wir an die Realpräsenz Gottes in unseren Tabernakeln und Monstranzen, ein besonders schmerzlicher Verlust. Die virtuelle Kommunion ist nicht der Leib und das Blut Christi, man kann beides auch nicht am 3-D-Drucker herstellen.

Auch für unseren Blog ein trostloses Jahr

Nicht nur, weil wir beide hin und wieder gesundheitliche Probleme hatten und einander vertreten mussten. So war ich zu Beginn der Pandemie bereits mit mittelschwerem Verlauf an Corona erkrankt. Später fiel dann David hin und wieder aus. Hinzu kam der ein oder andere juristische Streit (Z. B. Aufforderungen zu Unterlassungserklärungen), mehrere von uns nicht verschuldete 30-tägige Profilsperrungen und Shadow-Bans (ausgelöst von „Correctiv“) auf Facebook, die uns zwar insgesamt kaum Reichweite gekostet haben, aber doch Auswirkungen auf die Like-Medien-Charts hatten und die Gefahr der Löschung unserer PP-Seite auf Facebook wahrscheinlicher gemacht haben.

Vor allem aber die Eintönigkeit bei den zu Verfügung stehenden Themen. Wenn man als Autor binnen eines Jahres von 450 Artikeln 400 zum Thema Corona schreibt und jedes Mal nach einer neuen Kungelrunde im Bundeskanzleramt feststellen muss, das es immer noch schlimmer kommt als erwartet, setzt das den psychischen Kräften massiv zu. So kommen wir hin und wieder an den Punkt, wo wir uns fragen: Wozu machen wir das eigentlich alles noch? Wozu die Tagesfreizeit opfern, um zu recherchieren, Artikel zu verfassen und zu moderieren?

Weiter für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen

Auf der anderen Seite stehen allerdings die vielen Leser, die uns immer wieder versichern, wie froh und dankbar sie sind, dass es alternative Medien wie das unsere gibt, die uns Mut zusprechen und auch mit Lob nicht sparen. Kleine Energiedosen, die unsere Akkus wieder aufladen. Und darum machen wir weiter, auch wenn es an manchen Tagen sehr schwer fällt. Denn neben dem Blog haben wir ja auch noch andere Verpflichtungen – z. B. Familie oder Beruf – zu stemmen.

Ich bin vor einigen Jahren in Davids Blog eingestiegen, weil ich ihn nicht allein lassen wollte mit dieser Aufgabe, nachdem er von verschiedenen Seiten bedrängt – von manchen auch wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen – worden war. Doch hauptsächlich, um einen bescheidenen Beitrag zu leisten, damit Deutschland zu der Freiheit und Stabilität zurückfinden kann, die wir vor der Merkel-Ära sahen.

Ein Land, das nicht der politischen Ideologie des Islams Tor und Tür öffnet; ein Land, dessen demokratische Vertreter nicht mit dem Ökofaschismus der Grünen kopulieren; ein Land, in dem auch bürgerlichen Parteien ein Existenzrecht zugebilligt wird. Kurz ein Land, in dem jeder Bürger frei sein Leben leben kann, ohne fürchten zu müssen, seine religiösen oder politischen Positionen könnten ihm und seiner Familie schaden. Ein Land, frei von der Diskreditierung Andersdenkender durch die Medien und vor allem durch die von uns gewählten Volksvertreter.

Sich selbst nicht so wichtig nehmen

Dennoch dürfen wir uns nicht wichtiger nehmen, als wir sind. Nicht als Blogger, nicht als politische oder gesellschaftliche Akteure. Wir haben nicht den Stein der Weisen gefunden. Auch unsere Kritik ist nicht immer zielführend. Dennoch ist es wichtig, dass Stimmen wie die unseren nicht verlöschen. Denn wo zwei oder drei versammelt sind…

Und genau aus diesem Grund werden wir weiter schreiben: Gegen politische Tristesse, gegen Grundrechtsdiebe und Islamversteher, gegen Gender-Umerzieher. Und hin und wieder auch für unseren katholischen Glauben. Auch wenn wir uns größeren Erfolg wünschen, so wollen wir mit dem zufrieden sein was wir haben und mit den Pfunden und Talenten wuchern, die uns zur Verfügung stehen. So lange, bis wir tatsächlich bessere Zeiten sehen oder man Blogs wie den unseren verbietet. Versprochen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.