Heute ist AstraZeneca ganz verbrannt: Zuerst nur unter 65, dann für alle, jetzt nur über 60 Jahre!

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(Michael van Laack) Wer über 60 Jahre alt ist und sich nach diesem Hin und Her noch mit AstraZeneca impfen lässt, ist entweder lebensmüde oder denkt über nichts mehr nach. Wir erinnern uns: Zunächst war der Impfstoff nur für Menschen unter 65 Jahren vorgesehen. Dann plötzlich für alle Altersklassen. Anschließend kam der kurzfristige Impfstopp wegen einiger Thrombosefälle. Nun gab es weitere dieser Fälle und plötzlich lautet die Empfehlung der STIKO: Nur für über 60-jährige.

Aus dem Lehrbuch „Wie zerstöre ich Vertrauen?“

Vorwiegend bei Frauen unter 55 Jahren war es in den vergangenen Tagen erneut zu mehreren Hirnthrombosen gekommen. Wie schon beim Impfstopp vor einigen Wochen gerieten der Gesundheitsminister, die Impfkommission und das Paul-Ehrlich-Institut wegen einer Handvoll neuer Fälle erneut in Panik. Diesmal traf es hauptsächlich Frauen einer bestimmten Altersgruppe. Sofort herrschte erneut helle Aufregung, auch wenn die Zahl der Fälle im Verhältnis zu der Gesamtzahl der Impfung verschwindend gering ist.

„Auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“ – ließ uns das RKI vor wenigen Minuten wissen, sei es unverantwortlich, die Impfung Menschen unter 60 Jahren zu empfehlen. Moment mal! Vor ein paar Monaten – zu Beginn der Impfkampagne – hieß es noch, die Wirksamkeit des Präparats sein bei Menschen über 65 eine geringere und die mittleren Nebenwirkungen würden jüngere Menschen leichter verkraften. Gilt das nun nicht mehr? Was bitte soll der Bürger noch glauben?

Einige Bundesländer haben die Verimpfung schon gestoppt (so Berlin). Nun warten alle mit Spannung auf die Erklärung von Jens Spahn, seines Zeichens der epidemologisch versierteste Bankkaufmann Deutschlands. Update 20.10 Uhr: Die Gesundheitsminister aller Bundesländer haben soeben einstimmig beschlossen, dass der Impstoff nur noch an Personen über 60 Jahre verimpft werden soll. Jüngere Bürger müssen nach Aufklärung durch den Arzt eine Erklärung unterzeichnen, wenn sie sich auf eigene Verantwortung ohne jeglichen Regressanspruch dennoch mit AstraZeneca impfen lassen wollen.

Impftempo wird sich dadurch wunschgemäß verlangsamen

Der Kanzlerin dürfte das recht sein, lassen sich doch dadurch schärfere Lockdown-Maßnahmen besser rechtfertigen. Denn es sind ja aktuell laut Informationen der Bundesregierung hauptsächlich Menschen unter 60, die an der bösen Mutante erkranken. Da kommt diese Entscheidung im Kampf der Ministerpräsidenten gegen Merkel unserer letzten Verteidigerin der freien Welt bestens zupass.

Wer wird sich jetzt noch gegen weitere Kontaktbeschränkungen stellen, wo doch im April die neuen vulnerablen Gruppen kaum noch geimpft werden können, weil vom knappen Biontech-Impfstoff die meisten Dosen an den die über 70-jährigen verimpft werden? Das Drehbuch ist also optimal, die Wirkung aber fatal. Weiterer Vertrauensverlust nicht nur in diesen Impfstoff, den sich niemand mehr spritzen lassen wird, der noch bei Verstand ist, sondern vor allem in die Bundesregierung. Die Unionsparteien werden in den Umfragen weiter sinken, die SPD sich verantwortungstechnisch wegducken und so steht Merkels Wunschnachfolge-Koalition Rot-Rot-Grün nichts mehr im Weg. Läuft!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.