(Michael van Laack) Wenige Stunden nach dem Ende der Zusammenkunft des nicht verfassungsgemäßen Gremiums aus Bundesregierung und Ministerpräsidenten sprach Paul Ronzheimer – stellvertretender Chefredakteur der BILD – so deutlich wie nur wenige Journalisten aus, was die Beschlüsse darstellen: Das Vollversagen der Bundesregierung! Wir stehen praktisch wieder dort, wo wir uns zum Beginn der „pandemischen Lage von nationaler Tragweite“ im März 2020 befanden.

Schockiert über die Schönrednerei

Michael Müller – Regierender Bürgermeister von Berlin – lobt die Impfzentren, obwohl wir beim Impfen und testen seit Monaten völlig versagen. Söder freut sich, dass es zu einem Osterlockdown kommt, der im Vorfeld nicht zur Debatte stand. Und last but not least erklärte Angela Merkel, wir seien ja schon viel weiter, wie vor einem Jahr, obwohl der Lockdown immer noch das einzige Instrument ist, mit dem man zumindest phasenweise die Ausbreitung des Virus verhindern kann. Nachdem Ronzheimer all diese Einlassungen referiert hat, platzt ihm der Kragen:

Quelle: https://twitter.com/i/status/1374200573260664834

Die Mehrheit der Bürger wird devot folgen

Applaus für Ronzheimers klare Worte. Doch sie werden verdunsten, bevor sie das Ohr der Mehrheit der Bürger erreicht hat. Denn das Framing von AARD und ZDF wird weiter ein advokates mit nur leiser Kritik an der Corona-Politik bleiben. Und auch die Multiplikatoren der GroKo werden in dieses Horn stoßen. Vermutlich werden im Gegenteil Lauterbach und andere Merkelflüsterer noch beklagen, dass dies alles viel zu wenig sei. Der obrigkeitshörigen und/oder gleichgültigen Masse wird das genügen. Sie wird nicht jubeln, aber demütig folgen.

Quelle: https://twitter.com/CDU/status/1374308125050830854/photo/1

In einem Punkt haben Lauterbach & Co. sogar recht: Wenn ein halbtotaler Shutdown wie der über Ostern (ÖPNV läuft noch und in der Industrie wird gearbeitet) überhaupt eine effektive Wirkung erzielen soll, muss er über vier bis sechs Wochen gefahren und gleichzeitig alle Grenzen geschlossen werden. So wie es z. B. Israel machte, wo jetzt das „normale“ Leben wieder zurückgekehrt ist. Doch dafür ist es in Deutschland zu spät. Nach den vielen vergeblichen Lockdowns wäre die Bevölkerung zu einer so großen Kraftanstrengung dann doch nicht mehr bereit. Und auch finanziell würde diese Maßnahme dem Land noch vor BTW das Genick brechen. Dies muss selbstverständlich vermieden werden. Erst einmal rot-rot-grün oder schwarz-grün ins Amt wählen und danach den Offenbarungseid leisten. Das ist der Plan.

Ramadan muss möglich sein

Und deshalb hat man sich das höchste christliche Fest ausgesucht, um dem puren Aktionismus zu frönen, gewissermaßen ein Exempel zu statuieren. Und auch, damit zumindest kurzfristig zu Beginn des Ramadans wieder Gottesdienste stattfinden können. Denn mehrere interne Analysen des Verfassungsschutzes sind sowohl 2020 als auch 2021 zu dem Ergebnis gekommen: wenn wir zu Ramadan-Beginn im totalen Lockdown sind, wird es zu partiellen Unruhen kommen. Und wer will schon gern das wahre Gesicht der Korangläubigen im TV zeigen müssen und so der AfD Zuwächse ermöglichen?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.