(Michael van Laack) Corona überlagert in diesen Monaten alles. Die Furcht vor Ansteckung, dem eigenen Tod oder von Familienangehörigen lässt sehr vielen Zeitgenossen neben der Sorge um den Arbeitsplatz kaum mehr geistigen Freiraum, sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Vielleicht auch deshalb gab es zum „Marsch für das Leben“ in München am vergangenen Wochenende nur wenig ausführliche Berichterstattung in der Presse. Weder in den Print- und TV-Medien noch elektronisch.

Doch ich vermute, dass es andere Gründe waren, die zum Beschweigen der Veranstaltung führten. Denn hier fand in Corona-Zeiten eine Demo statt. Das sieht man in den Medien aktuell gar nicht gern, solange nicht die „Richtigen“ demonstrieren. Z. B. „Fridays for Future“ oder „Black Lives Matter“. Auch war es keine „Querdenker-Demo“. Über die berichtet man gern, zumindest wenn es dort zur Auseinandersetzung mit der Polizei kommt oder irgendwelche AfD-Politiker gesichtet und so die Partei diskreditiert werden kann.

Lebensschützer sind den großen Medien suspekt

Denn sie sind politisch zumeist konservativ, was ja auch schon irgendwie Nazi ist. Und sie sind sowohl Gegner der Euthanasie als auch der Abtreibung, somit für unsere linksgrünen MSM menschen- und frauenfeindlich. – Während seit einem Jahr sorgsam darauf gedrängt wird, man müsse vulnerable Gruppen (Senioren und Vorerkrankte) besonders schützen, weil das Leben das höchste Gut sei, gilt dies für Linke bei heranwachsendem Leben im Mutterbauch nicht.

„Mein Bauch gehört mir“ und das „Menschenrecht auf Abtreibung“ überlagern die Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen, dass Leben ausgelöscht wird. Jedes Jahr in Deutschland fast 4.000 spätere Schulklassen. Würde eine Frau ein Kind am Tag der Geburt noch im Kreißsaal töten, droht ihr lebenslange Haft. Lässt sie durch einen Arzt (einen Menschen, der heilen soll) einen klitzekleinen Menschen vor Ablauf der zwölften Schwangerschaftswoche töten, ist das straffrei möglich.

In Ausnahmefällen auch länger. Zum Beispiel bei der eugenischen Indikation, die vorgeburtlich geistig oder schwerstkörperlich behindertes Leben im Geiste der Nationalsozialisten selektiert und die Geburt durch Tötung verhindert. – Soviel zum Hintergrund.

Bericht über den Marsch in München – Bunt und lebensfroh

Der für seinen Einsatz für das ungeborene Leben und gegen die „Ehe für alle“ bekannte Aktivist Eduard Pröls – Campaigns Director von CitizenGo für den deutschsprachigen Raum – berichtet dazu auf seiner Facebook-Seite:

“Aller Anfang ist schwer” sagt das Sprichwort. Und auf den ersten Blick könnte man den Eindruck haben, dass sich dieser Satz am vergangenen Samstag erneut bewahrheitet hat.

Man kann es aber auch ganz anders sehen: Umfangreiche Corona-Auflagen mit Teilnehmerbegrenzung auf 550 Personen, Masken- und Abstandspflicht, widriges frostiges Wetter mit Schneegestöbern, sowie eine infolge der erwarteten Beschränkungen eingeschränkte Bewerbung der Veranstaltung seitens der Veranstalter konnten deutlich mehr als 500 Menschen (die linke TAZ, die den Lebensschützern nicht gerade wohlgesonnen ist, spricht von 800 Teilnehmern – und wird dies nicht grundlos tun) nicht davon abhalten, am 1. Münchner Marsch fürs Leben teilzunehmen.

Dass es sich bei dieser neuen, aber längst überfälligen Veranstaltung nicht um einen bayerischen Abklatsch des jährlich im September in Berlin veranstalteten “Marsch für das Leben” handelte, wurde rasch deutlich: Bunte Luftballons statt weißer Holzkreuze und die Farben blau und gelb dominierten die Ankunft der “Pro-Life-Generation” in Süddeutschland.

ANTIFA-Störer und kooperative Polizei

Und dank einer hervorragenden Arbeit der eingesetzten Polizeikräfte konnte die Veranstaltung trotz des widrigen Wetters und der Störversuche seitens radikaler Linker zu einem ungestörten und fröhlichen Fest für das Leben werden.

Deutlich wurde dabei, dass sich die Veranstalter um Silja Fichtner, Richard Theisen und Andreas Wagner vom Verein “Stimme der Stillen e.V.“ am Konzept des vor drei Jahren neu ausgerichteten, und seitdem sehr erfolgreichen “Marsch fürs Leben” in Wien orientiert und wie dort ein Fest für das Leben geplant haben.

Die internationale Einbindung des Münchner Marsches wurde zudem durch Grußworte der Veranstalter weiterer Märsche auf der ganzen Welt verdeutlicht, die aus Australien, Kroatien, Spanien, Argentinien, den USA, Belgien, Italien und Österreich eingetroffen waren.

Die Pro-Life-Bewegung ist international

Und es tat gut, dass die vom Marsch in Wien bekannte Sängerin Vero gekommen war, und mit ihrem großartigen Song “We are the pro-life Generation”, der zu einer Hymne der Lebensschützer zu werden scheint, die durch das lange Stehen in der Kälte eingefrorenen Teilnehmer zum Tanzen brachte.

Es bleibt zu hoffen, dass der 19. März 2022 ein wärmerer Tag werden, und es dann keine Covid-Beschränkungen mehr geben wird – dann wird der 2. Münchner Marsch fürs Leben sicher zeigen, dass ein großes Potenzial in dieser Veranstaltung steckt. Und hoffentlich werden Sie, geschätzte Leser dieses Beitrags, dann dabei sein!

Es wird immer kälter in Deutschland

Soweit Eduard Pröls – Wir leben in einer kalten Zeit, einer gefühlskalten Zeit. Auch wenn aktuell viel Getöse um unsere Senioren gemacht wird im Zusammenhang mit Corona, sind alte Menschen für viele Familien mittlerweile nur noch eine Belastung, die abgeschoben und ggf. rechtzeitig vom Leben in den Tod befördert gehört. Zumindest aber vom Staat versorgt, weil das Arbeitsleben keinen Platz lässt für familiäre Fürsorge. Ähnlich wie bei den Kindern, die so rasch als möglich in die Krippe gegeben werden, weil ein Verdiener allein – das lässt der Staat gern zu – die Familie nur noch selten ernähren kann und ohnehin die totale Gleichstellung gebietet, dass beide Ehepartner einem Beruf nachgehen.

Kälter aber wird es auch für die Ungeborenen. Linkspartei, Grüne und SPD möchten gern mehr Tötungen Ungeborener sehen. Die gäbe es nur deshalb nicht, heißt es, weil Abtreibung immer noch ein Straftatbestand sei. Die Jusos fordern gar Abtreibungsrecht bis einen tag vor der Geburt, falls die Mutter kurzfristig zu der Erkenntnis gelangen würde, dass sie nun doch keine Lust auf das nervige Babygeschrei hätte.

Zehntausende sind an Corona gestorben, doch jedes Jahr fallen allein in Deutschland mehr als 100.000 Ungeborene scharfen ärztlichen Instrumenten oder Säuren zum Opfer. Das stört nicht nur niemanden, sondern gilt mittlerweile als „Recht“. Doch tatsächlich hat niemand das Recht, sich als Herr (oder Herrin) über Leben und Tod zu gerieren: Nicht beim Virus, nicht bei der Euthanasie und schon gar nicht bei der Abtreibung.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.