(Michael van Laack) „Wir sind am Beginn einer fulminanten dritten Welle„, freut sich Merkel- und Spahn-Flüsterer Karl Lauterbach, dem Chancen auf die Nachfolge als Bundesgesundheitsminister zugeschrieben werden. Deshalb müssten wir rasch wieder in den Lockdown und dürften diesmal auch nicht so schnell an Lockerungen denken. Erst wenn eine ausreichende Zahl der Bürger die Erstimpfung erhalten hätte und die Mutante besiegt ist, könne man darüber reden, die zu früh zurückgegebenen Grundrechte erneut auf das Freiheitskonto der Bürger zu überweisen.

Im Verlauf der Pressekonferenz machte Spahn klar, dass er mit Karl Lauterbach sehr vertrauensvoll und eng zusammenarbeite und deshalb an seiner Einschätzung keine Zweifel hätte. Da die Bundeskanzlerin Spahn immer noch für einen ihrer wertvollsten Minister hält, (nicht wegen seiner 4,6 Millionen Euro-Villa, sondern seiner fehlerlosen Arbeit)  und zumindest die CDU-Ministerpräsidenten immer wieder auf Linie gebracht werden, wiegen Lauterbachs Forderungen doppelt schwer!

Es geht wieder los!

Was viele Experten vorausgesagt hatten, sei nun eingetroffen. Die böse Mutante aus dem EU-feindlichen Großbritannien setze sich immer mehr durch und sorge für steigende Inzidenz- und R-Werte, erläuterte Lauterbach. Wenn wir jetzt nicht sofort die Schulen wieder schließen und die Kontakte beschränken würden, liefen wir Gefahr, deutschlandweit zu Ostern die 300er-Inzidenz zu überschreiten und die Intensivstationen (wieder einmal) zu überlasten.

Die unendliche Geschichte um den ewigen Lockdown geht also ins nächste Kapitel. Während in anderen Staaten aufgrund hoher Durchimpfung schon wieder Partys gefeiert werden können und Deutsche auch zum Ballermann fliegen dürfen, wird die heimische Gastronomie wohl nicht vor Pfingsten ihre Tore öffnen können. Selbstverständlich nur die Hoteliers oder wirte, die bis dahin noch nicht in die Insolvenz gegangen sind.

Bundesregierung scheitert mit der nächsten Strategie

Hatte man vor den Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg noch die Hoffnung verbreitet, dass die Mutante gar nicht so schlimm sei und man ja bald zehn Millionen Menschen pro Woche impfen würde, sieht die grausame Realität anders aus. Das Impfen funktioniert nicht nur wegen AstraZeneca immer noch nicht. Die Schnelltests kommen nicht voran, viele Bürger nutzen die wiedergewonnene Freiheit nicht im Sinn der Bundesregierung, sondern treffen sich, wann sie wollen mit wem sie wollen, weil sie die soziale Isolation nicht mehr ertragen können.

Wenn man die Entscheidungen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten sei dem letzten Frühjahr betrachtet, kann man an ihnen die Chaos-Theorie belegen. Ein ständiges Vor und Zurück, nicht eingehaltene Zusagen, unnötige Härten, massive Überschuldung. Das Ganze wird im Desaster enden. Und das nutzt bei der Bundestagswahl vielleicht ein wenig der FDP und AfD, aber hauptsächlich den Postkommunisten, den grün lackierten Dunkelroten und der in den Sozialismus kippenden SPD. Aus Merkel  Sicht kann man also sagen: Mission accomplished! Nun kann sie beruhigt abtreten.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.