(Michael van Laack) Zur gestrigen Stellungnahme der Glaubenskongregation in Rom, dass homosexuelle Partnerschaften kirchlich nicht gesegnet werden können (und dürfen) gab es vom deutschen Episkopat und Klerus, hauptamtlichen Theologen, Laienverbänden und „katholischen“ Journalisten nur wenig Beifall. Es zeigte sich in dieser Frage einmal mehr, dass die linksgrüne Ideologie sich mittlerweile auch aus Kirchensteuergeldern finanziert.

Seit Jahrzehnten beobachten wir das Eindringen radikal-feministischer „Damen“ in die Spitzen katholischer Frauenverbände. Zudem ist links und grün verorteten Laien der Marsch durch die Institutionen gelungen. Gleiches gilt für homosexuelle Netzwerke, die ihre Lobbyisten mittlerweile auch schon auf bischöflichen Stühlen platziert haben.

Wir sind uns Gott genug

Das ist Devise vieler haupt- und ehrenamtlicher „Katholiken“, die sich jeder auf ihre eigen ganz spezielle weise aus dem Kirchensteuertöpfchen nähren. Und wir allein – dieses Häuflein aus „Synodalem Weg“ und ZdK –  wissen was gut für die Menschen ist. So schwang sich heute Thomas Arnold, Leiter der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen in einem Artikel auf katholsch.de – einer hauptsächlich von der deutschen Bistumskonferenz finanzierten „Glaubens“-Plattform – zu der Überschrift auf: „Die Glaubenskongregation schnürt dem Heiligen Geist die Luft ab.“

Ein alter Trick, der viele Jahrzehnte gut funktionierte: Man musste nur behaupten „meine Meinung ist vom  „Heiligen Geist“ inspiriert und schon wird die eigene Meinung unangreifbar, also gewissermaßen Dogma. Mittlerweile aber hat man nicht nur in Rom dieses deutsche Schmierentheater durchschaut. Es zieht nicht mehr. Dass sich dennoch hauptamtliche Kirchenvertreter ungestraft gegen Papst und Kurie stellen können.

Aber Vorgänge wie dieser zeigen auch: Die katholische Kirche in Deutschland ist auf dem Weg ins Schisma, in die Kirchenspaltung. Jene, die den Konservativen stets vorwerfen, sie würden mit ihren abweichenden und mittelalterlichen Meinungen die Gemeinden spalten, sind in Wahrheit selbst bereit, sich Gott und dem Nachfolger Petri um ihres eigenen (Lust-)Gewinns willen zu widersetzen und wie einst Luther oder Döllinger mit Rom zu brechen.

Wer sein Unternehmen kritisiert, fliegt? Nicht bei den Deutsch-Katholiken!

So erläuterte der Essener Generalvikars Klaus Pfeffer, der sich auch gern mal bei Demos der DKP oder der Grünen Jugend zeigt: „Heute Abend habe ich den Wortlaut der vatikanischen Verlautbarung vollständig lesen können. Sprache und Inhalt sind erschreckend. Der Höhepunkt: Da wird eine Segnung von Paaren für ‚unzulässig‘ erklärt, weil ihre Lebenspraxis nicht ‚objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet‘ sei. Unfassbar. Ich kann allen Ärger, Zorn und Frust von so vielen Menschen verstehen.“

Bibel, Katechismus, jahrtausendealte Praxis. Zum Teufel damit. Im Genderzeitalter hat jeder das Recht, für seine Lebensweise gesegnet zu werden. OK, Mitglieder der AfD würde Pfeffer selbstverständlich nicht segnen. denn „Nazis“ erteilt der wackere Gottesmann grundsätzlich nicht. Mit ihnen würde er nicht einmal ein Gespräch führen, erklärte er neulich in einer kleinen Runde. – Wir Erleuchtete des „Synodalen Wegs“ allein kennen die geoffenbarten Pläne Gottes. Vermutlich noch besser, als er selbst.

Auch der Wormser Dompropst Tobias Schäfer vertritt die Ansicht, wir müssten alle Menschen (also nicht nur Christen) für alles segnen, wofür sie Segen begehren. Denn auch nach seiner Ansicht gibt es keine wirklich sündhaften Handlungen. Außer vielleicht Fleisch essen, kein E-Auto fahren und das Gendersternchen nicht mitsprechen.

Aufruf zum Ungehorsam

Der Dominikaner-Pater und Journalist Max Cappabianca erklärte: „Meine Meinung ist: Rom nicht ernst nehmen und in der Seelsorge weitermachen. Es gibt Wichtigeres als dumme Papiere!“ Selbst unter den Reformpäpsten Johannes XXIII. und Paul VI. wäre er für eine solche Haltung laisiert worden.

Nun aber ist dem Lebemann der Beifall all der vom Heiligen Geist übererfüllten Gläubigen gewiss. Mit Ungehorsam gegen kirchliche Lehren und den bösen alten Mann in Rom (Papst) qualifiziert man sich in Deutschland schnell für höhere Weihen. Möchte Cappabianca vielleicht Weihbischof werden? Oder gar Woelki in Köln beerben, um dann die Regenbogenfahne auf dem Turm zu hissen.

Werdet Altkatholiken oder Protestanten

Ganz egal, ob es nun der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz – Georg Bätzing – oder ein einfaches Mitglied der katholischen Frauengemeinschaft ist: Wer mit der gewachsenen Lehre der römisch-katholischen Kirche nicht klarkommt, der möge sie nicht weiter beschneiden oder verändern, sondern einfach dorthin gehen, wo er all das hat, was ihm bei den Katholiken fehlt. Am besten zu den Altkatholiken. Die sollen ja mittlerweile sogar Paare in Sado-Maso-Kostümen trauen, wenn es die Lebenswirklichkeit der beiden Hochzeiter abbildet.

Geht einfach. Geht mit oder ohne Gott! Verlasst den Papst, verlasst Petrus und Paulus, Joseph und Maria. verschwindet dahin, wo ihr Euch wohlfühlt! – Hey, warum seid ihr immer noch nicht weg? Ach so, wegen der Fleischtöpfe. Wegen der Kirchensteuer, der von Staat finanzierten Priester- und Bischofsgehälter, wegen der tollen Immobilien und den wertvollen Kunstschätzen. „Nur deshalb?“

„Lebenswirkliche“ sind die besten Katholiken

„Nein! Auch um die letzten Katholiken aus der katholischen Kirche zu vertreiben mit der Durchsetzung unserer Minderheitswünsche. Und so auch den Konservativen und Bürgerlichen außerhalb der Kirche zu zeigen: Wer so denkt, wie die in Ron, ist ein Mittelalter-Nazi: Ein Homophober. Oder in anderen Fragen ein Frauenfeind, ein Islamophober. Je nach Belieben und Situation.“

Damit wir alle, damit der Staat und die Kirche gemeinsam in einer glücklichere und gendergerechtere Zukunft aufbrechen können, ohne dass da noch jemand ist, der von Moral und Sünde spricht und so das Tun und Lassen der vom Heiligen Geist beseelten Lebenswirklichen aller Religionen und Nationen hinterfragt!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.