(Michael van Laack) Heute fiel im Bundeskanzleramt eine weitere fatale Entscheidung. Der Impfgipfel, auf dem die Einbindung der für die ohnehin zweifelhafte Impfstrategie dringend benötigten Hausärzte festgezurrt werden sollte, wird verschoben. 

Und zwar bis klar ist, ob sieben auf eine Million Thrombosefälle eine eher große oder kleine Zahl darstellt. Über eine so wichtige Frage kann sich die Bundesregierung selbstverständlich nicht ohne teuren Expertenrat Klarheit verschaffen.

In vier Wochen beginnt der Ramadan. Ob Kanzleramt und Bundesgesundheitsministerium dieses für Deutschland immer wichtiger werdende Datum auf dem Schirm hatten, als sie gestern AstraZeneca vorläufig stoppten?

Schneller impfen war gestern! Heute ist Angstmacherei!

Niemand möchte selbstverständlich den Lockdown über Gebühr verlängern, versicherten gestern Spahn und heute Regierungssprecher Seibert. Aber ihnen läge selbstverständlich die Sicherheit und vor allem Unversehrtheit der Bürger am Herzen! Das sind freilich ganz neue Töne, denn z. B. die psychische Unversehrtheit der Schüler oder Erwachsener im Homeoffice ohne soziale Kontakte war bisher für die Damen und Herren der Bundesregierung auch kein Gradmesser bei ihren Entscheidungen.

Menschenleben retten habe oberste Priorität, hören wir jeden Tag aus den MSM-Lautsprechern schallen. Weshalb vor allem die maskenfreien Querdenker ein Sicherheitsrisiko für die Volksgemeinschaft darstellen würden. – das weitaus größere Sicherheitsrisiko aber stellt eine Bundesregierung dar, die in der von ihr zum Horrorszenario erhobenen dritten Welle die Verimpfung von AstraZeneca stoppt und so das Risiko erhöht, dass zigtausende ältere Menschen sich mit dem Virus infizieren. Denn die Gruppe der 70 bis 79-jährigen ist hochgefährdet, aber noch niemand aus ihnen geimpft.

Hausärzte der Schlüssel zu schnellen Impfungen

Die Imfpzentren bringen es nicht. Viele geben schon in den Anmelde-Hotlines entnervt auf. Viele erhalten gar keine Einladung, weil mehrere Bundesländer aus Datenschutzgründen nicht auf die Melderegister zurückgreifen dürfen und so wie Enkeltrick-Betrüger nach Vornamen einladen, die älter klingen. Die Hausärzte aber sind nah dran. Sie kennen nicht nur das Geburtsdatum ihrer Patienten, sondern wissen auch, wer besonders gefährdet ist, auch wenn er ein bestimmtes Alter noch nicht erreicht hat.

Jetzt diesen Impfgipfel zu verschieben, bis EMA und das Paul-Ehrlich-Institut grünes Licht geben, ist fahrlässig. Hunderte wenn nicht tausende Menschen aus vulnerablen Gruppen werden sich in den nächsten Tagen infizieren und sterben, weil die Bundesregierung fürchtet, dass Vertrauen in den Impfstoff AstraZeneca könnte erschüttert werden. Erschüttert, wenn 7 oder meinetwegen auch 100 von einer Million Geimpfter eine schwere Thrombose erleiden, an der 20 % aus ihnen möglicherweise versterben.

Absichtliche Fehlentscheidung, um Lockdown verschärfen zu können?

Tatsächlich aber hat es nun die Bundesregierung selbst zu verantworten, wenn dieser Impfstoff in der Zukunft von sehr vielen Bürgern ausgeschlagen wird. Und ihre erneute Fehlentscheidung dazu führen wird, dass vermutlich Millionen Steuergelder demnächst im Medikamenten-Schredder landen. Zeitgleich verfügt das Land, dessen Bürger fast allein die Entwicklung des Impfstoffs Biontech im Verhältnis zur Einwohnerzahl über weniger Dosen als das Ausland, weil man schließlich kein „Nazi“ – also Impfstoffnationalist – sein will. Auch das dürfte hunderten Menschen das Leben gekostet haben.

Aber Kollateralschäden preise Anhänger einer politischen Religion – hier der Merkelianer – bekanntlich immer ein. – zudem darf man befürchten, dass bei steigenden Inzidenz- und R-werten in den kommenden Tagen, der Lockdown wieder verschärft wird, um den gerade wieder geöffneten Einzelhändlern und viele Schüler endgültig brechen zu können. Der Einzelhandel wird zugunsten des Online-Handels fast vollständig verdunsten. Aus traumatisierten Schülern kann man problemloser für die linksbunte Ideologie offener junge Erwachsene machen.

Cui bono?

Den Lockdownstrategen. Niemandem sonst! Ein dritter harter Lockdown nach der aktuellen Öffnungsstrategie wird sich kaum mehr ohne stichhaltige Begründung vermitteln lassen. Die hat die Bundesregierung sich nun selbst geliefert:

„Liebe Bürger – leider kommt die Impfkampagne wegen Lieferengpässen und der zeitweisen Aussetzung eines Impfstoffs nicht wie gewünscht ins Laufen. Deshalb können wir auch die Hausärzte noch nicht einbeziehen. Wegen steigender Inzidenz, R-Werte und Todesfälle müssen wir daher den Lockdown wieder verschärfen. Wir bitten um ihr Verständnis, das Ostern ausfallen muss. Am Montag, den 12. April werden wir uns beraten, ob wir Ihnen ab dem 13. April wieder einige Grundrechte zurückgeben können. Haben Sie auch weiterhin Vertrauen in mich und meinen Gesundheitsminister. Folgen Sie nicht den Stimmen der Covidioten! Wir schaffen das… irgendwann!“

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.