(Michael van Laack) Die SPD will zu ihrer alten Stärke zurückfinden. Und so erweckt sie mit der Plakatserie zur Bundestagswahl Erinnerungen an die guten alten Weimarer Zeiten. Wenn wir die im schlichten Schwarz-Weiß-Rot gehaltenen Plakate betrachten, sollen wir uns vermutlich an Friedrich Ebert erinnern, an Philipp Scheidemann und Otto Wels. Das ist einfach nur großartig!

OK, ein wenig kann man da auch den puristischen Stil der SED-Plakate wiederfinden, die einst zu jenen Wahlen riefen, deren Ergebnis im Politbüro alle paar Jahre neu ausgewürfelt wurde. Doch wir wollen nicht unken und immer alles schlechtreden. Denn es geht nun mit Scholz, Esken, Kühnert und den anderen Sorgen- und Nöte-Verstehern vorwärts in die neue Zeit. Die Sozialdemokratie ist auferstanden aus Ruinen. Und tut dies endlich aller Welt kund!

Nie wieder Weimar?  Ja, warum denn nicht?

Klar, wenn die AfD in diesen Farben plakatieren würde, wäre das natürlich voll Nazi! So aber wird uns in den Sommermonaten die Lebendigkeit der Sozialdemokratie regelrecht anspringen von den Plakatwänden, Mauern und Verkehrsschild-Halterungen, an denen sie prangen.

Die Energie und der Wille, die Demokratie zu bewahren, wird so aus der guten alten Zeit – den goldenen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts – in die 20er Jahre des neuen Jahrtausends übertragen. Und Merkels Muff, der riecht wie jener aus tausend Jahren, wird durch CO2-freie, islamfreundliche, gendergerechte und somit rein sozialdemokratische Luft hinweggeweht.

Hervorragende Motivwahl

Die Faust entschlossen zum Kampf geballt steht er da, der große Vorsitzende, der bis zum letzten Atemzug kämpfend mit und für einen Kanzler Olaf Scholz und den Thron im Reichstag in die Wahlschlacht ziehen wird.

Für jenen Kanzler, der stets die ganze Last und auch die Zukunft Deutschlands in seiner Aktentasche mit sich herumträgt. Dabei immer das nächste noch tiefer liegende Ziel fest und unbeirrbar im Blick behaltend, weshalb er als nach unten Laufender dargestellt wird.

Auch die bildungsfernen Wähler will man ansprechen. Die machen bekanntlich zumeist ihr (Haken-)Kreuz rechts, weshalb man das Handzeichen der „White Power“ auf eines der Wahlplakate appliziert hat. – Das „Lorem Ipsum“ ist übrigens der übliche Blindtext. Dieser wird in den nächsten Wochen durch schmissige sozialdemokratische Floskeln… äääh heldische Kernbotschaften ersetzt. In diesem Fall vielleicht mit: „Bei uns bekommen auch die Nazis Brot!“

Denn auch Saskia Esken ist vollkommen klar: Nur mit Respekt hat Europa eine Zukunft. Deshalb brauchen wir auch die Stimmen der Nazis, um mit Vizekanzler/Außenminister Habeck und Innenministerin Hennig-Welsow ein Dreigestirn bilden zu können, dass uns in neue „Goldene Zwanziger führt.

Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Schluss: Läuft bei der SPD! Denn die Farbwahl spielt selbstverständlich nicht auf die Reichskriegsflagge an, sondern auf die ANTIFA!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.