(Michael van Laack) „Kirche als Anwalt und Sprachrohr von Menschen ohne Aufenthaltspapiere“. So lautete das Thema der XVI. Fachtagung der deutschen Bischofskonferenz, die gestern und heute – wie aktuell das halbe Leben in Deutschland – digital stattfand. Der Vorsitzende des Forums „Leben in der Illegalität“, der Kölner Weihbischof Ansgar Puff – stellte in einem Impulsvortrag überraschende Forderungen, die allerdings bei Frau Merkel und den Grünen auf weit offene Ohren treffen dürften.

Corona verlange allen Menschen Opfer ab. Vor allem aber denen, die über die grüne Grenze nach Deutschland gekommen sind und noch dazu ihre Ausweispapiere verloren haben. Sie fristen unbemerkt ein äußerst karges Leben in Deutschland. Niemand kümmert sich, um sie niemand versorgt sie ausreichend mit Sozialleistungen, was dich eigentlich ein Menschenrecht darstelle.

Aufforderung zum Rechtsbruch

Illegale – so Puff – könnten sich nicht auf Corona testen lassen oder gar wegen einer Virus-Erkrankung behandeln lassen. Denn dann müssten sie ja zugeben, dass sie unter dem Radar der Judikative und Exekutive fliegen. Und schon wären sie in den Fängen der Ausländer- und Meldebehörden, die sie dann dingfest machen und mit Abschiebung bedrohen würden. Eigentlich sei kein Mensch illegal, aber in Corona-Zeiten schon mal gar nicht. Denn schließlich würden nicht behandelte Illegale eine gesundheitliche Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Na ja, das ist aber schon ein sehr rassistisches Argument, Herr Weihbischof… Wie auch immer!

Deshalb müsse die Übermittlungspflicht mindestens für die Zeit der Pandemiebekämpfung ausgesetzt werden. Hier nimmt der Gottesmann Bezug auf § 71 der Aufenthaltsverordnung. Diese regelt unter anderem, dass jede Person, deren illegaler Aufenthalt in Deutschland festgestellt wird, den zuständigen Behörden zu melden ggf. zu übergeben ist, damit z. B. seine Identität festgestellt oder die Frage geklärt werden kann, ob nicht vielleicht doch ein spitzfindiger Anwalt einen Asylgrund findet. – Angela Merkel dürfte Puffs Vorschlag gern hören. Noch dazu aus dem Mund eines ranghohen Vertreters der zweitbarmherzigsten Religion in Deutschland nach dem Islam: dem Christentum. Einfach mal das deutsche Recht da lassen, wo es hingehört: im Bücherregal.

Aussetzung der Übermittlungspflicht ein trojanisches Pferd

Denn tatsächlich wollen der Weihbischof und andere migrantophile Kirchenvertreter den Status der Illegalität ganz aufheben. Das Grundrecht, in Würde zu leben, dürfe durch keine staatliche Gewalt beschränkt werden darf. Was selbstverständlich auch bedeutet: Wo jemand in Würde leben möchte, kann er sich selbst aussuchen. Im deutschen Sozialsystem soll es bekanntlich besonders würdig zugehen. Deshalb darf man Puffs Forderung durchaus als Teil einer Strategie verstehen, die das Aufenthaltsrecht in Deutschland reformieren möchte. Wer bei uns leben möchte, soll keinen Grund mehr für die Reise in seine neue Wahlheimat angeben müssen.

Und auch keine Ausweisdokumente vorlegen. Er muss sich einfach nur bei irgendeiner kommunalen Behörde melden und dort durch einen Übersetzer mitteilen: „Hallo ich bin der Ahmet. Gestern habe ich meine ersten Schritte auf deutschem Boden gemacht. Ich sehe zwar aus wir 40, aber ich bin erst 16. Und ich möchte Sozialhilfe beantragen für mich meine neunjährige Ehefrau und meine sieben Kinder, die auch demnächst kommen werden. Ihr Shuttlebus durch Österreich hatte Verspätung.“

Kurzum: Illegalität muss abgeschafft werden, damit jeder der mag in Würde in Deutschland leben, zur Schule gehen und wenn er Lust dazu hat, auch arbeiten gehen kann. – Ja das ist wirklich großartig und barmherzig. Oder wäre dann, wenn der Herr Weihbischof und alle seine Mitarbeiter auch bereit wären, die Finanzierung ihrer Forderungen zu übernehmen und sie nicht der ominösen „Zivilgesellschaft“ aufzubürden.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.