(Michael van Laack) An keinem anderen Beispiel lässt sich die Doppelmoral der Feministinnen und ihrer männlichen Unterstützer in Politik und Medien besser aufzeigen, als an den Diskussionen im Vorfeld und nach dem Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz zum Verbot der Vollverschleierung.

Muslimischen Frauen sei nun das Recht genommen, sich voll zu verschleiern und so ihren Glauben öffentlich zu leben. Das sei islamophober Rassismus. So argumentierten in den vergangenen Wochen und auch gestern nach Bekanntgabe des Ergebnisses die Partei- und Medienvertreter des linken Spektrums. Nicht nur in der betroffenen Schweiz, auch in Deutschland. Der Spiegel sprach gar von einer Ausgrenzung von Muslimen.

Der Koran kennt Burka und Niqab nicht

Deshalb läuft das Argument der westlichen Feministinnen auch in die Leere, den Frauen würde ein Teil ihrer religiösen Identität genommen. Ali Utlu schrieb gestern auf Twitter: Das Kopftuch/die Hijab teilt die Frauen in zwei Lager: Die „Heiligen“ und die „Schlampen“. – Treffender hätte man es nicht erklären können. Die Schweiz gibt also im übertragenen Sinn den Frauen ein Stück Würde zurück, wenn sie ein Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit ausspricht.

Nun könnte man argumentieren: „Aber das bedeutet doch im Gegenzug, dass ihre Ehemänner ihnen ab jetzt verbieten werden, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Schweizer haben also dafür gestimmt, dass diese Frauen den Rest ihres Lebens im Haus eingesperrt bleiben.“ – Wenn das tatsächlich so wäre, müsste der Staat erstrecht eingreifen und diese Männer wegsperren.

Für so wenige Fälle eine Verfassungsänderung?

Pflichtgemäß beklagten gestern ARD und ZDF, es sei ungeheuerlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung für einen Vorschlag von Rechten gestimmt habe. Außerdem brauche man doch nun wirklich kein neues Gesetz oder gar eine Verfassungsänderung in der Schweiz für eine Handvoll Burkaträgerinnen. Und man halte zigtausende reiche arabische Frauen davon ab, ihren Urlaub in der Schweiz zu verbringen und dort Geldauszugeben.

Dies zeigt einmal mehr: In Deutschland werden gern Menschenrechtsverletzungen gegen wirtschaftliche Vorteile aufgewogen, zumidest wenn es sich um Araber oder Chinesen handelt.

Divers und Gendersternchen: Auch Rücksicht auf Minderheiten

Das Argument, für kleine Gruppen bräuchte es doch keine Sonderreglungen, lassen Feministinnen und Genderbewegte in anderen Bereichen selbstverständlich nicht gelten. Hunderte Millionen Euro an Umstellungskosten mussten investiert werden, damit ein paartausend Menschen sich „Divers“ in den Personalausweis schreiben lassen oder auf Formularen ankreuzen können.

Und das Gendersternchen. Das sollen nun 80 Millionen Bundesbürger schreiben oder sprechen, weil es eine verschwindend geringe Zahl von Menschen gibt, die sich nicht angesprochen fühlen, weil sie zu den 52 bi 456 Geschlechtern gehören, die man ihnen nicht ansieht.

EU-weites Burka-Verbot

Wenn die EU und auch die Feministinnen in Deutschland wirklich mal etwas Konstruktives gegen die Unterdrückung von Frauen tun wollen, dann braucht es ein EU-weites Burka-Verbot in der Öffentlichkeit. Und mehr Kontrolle staatlicher Stellen in Haushalten als radikal bekannter Muslime. Und die Männer zu bestrafen, die ihre Frauen wie Haustiere halten. Und vor allem, um den Frauen ihre Würde zurückzugeben. Und ihr Gesicht!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.