(Michael van Laack) Bei der Debatte zum „Internationalen Frauentag“ am 8. März las Ulle Schauwe heute der Bundesregierung die Leviten. Denn diese habe zwar eine Frau an der Spitze und in ein paar Ministerien, aber das reiche bei weitem nicht. In Zukunft dürfe bessere Qualifikation nicht mehr das wichtigste Merkmal sein. Allein das Geschlecht entscheide über die Berechtigung zur Spitzenkandidatur in Wahlkreisen, um die Parität abzusichern.

Nachfolgend spitze ich den Inhalt der Rede von Frau Schauwe bewusst zu. Oder besser, ich lege den Subtext unter ihrer Rede frei.

Letzter Frauentag unter Merkels Regierung

Angela Merkel habe die Chance verpasst, als Königin des sozialistischen Feminismus in die Geschichte einzugehen und die als Gleichberechtigung getarnte Gender-Ideologie soweit voranzutreiben, dass der weibliche Teil der deutschen Bevölkerung heute stolz auf sie sein könne.

Aus Feigheit vor den Männern habe man versäumt, der Herrschaft der Frauen zum Sieg zu verhelfen. Sogar die SPD, die dankenswerterweise in ihr Parteiprogramm die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch geschrieben hat, damit man sich der ungewollten Leibesfrucht nach gewolltem Sex möglichst bis kurz vor der Geburt entledigen könne, habe in der Regierung nicht dafür gesorgt, dass dieses Frauen- und Menschenrecht endlich auch in Deutschland zur Geltung komme.

Quelle: https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7506435#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NTA2NDM1&mod=mediathek

Corona bremste den Kampf der Frauen

Für die vielen Frauen, die sich in feministischen Organisationen engagieren und für Männerhass und weniger Kinderliebe auf die Straße gehen oder zu Konferenzen treffen, war Corona ein schwerer Rückschlag. Sie konnten ihre sozialistische Ideologie nicht wie bisher gewohnt unters Volk bringen. Corona habe zudem gezeigt, dass das alte Rollenbild noch lange nicht überwunden ist. Denn plötzlich sind es wieder die Mütter, die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern, mit ihnen Hausaufgaben machen und – ganz schlimm – sogar selbst kochen müssen.

Nur 31 % der Spitzenpolitiker seinen Frauen. Deshalb werde es höchste Zeit für gesetzliche Maßnahmen. Die Parteien müssten endlich gezwungen werden, mindestens 50 % Frauen als Spitzenkandidatinnen für Mandate in Bund, Land und Kommunen aufzustellen. Notfalls müsse man dann natürlich auch Listen aufstellen, die ausschließlich mit Frauen besetzt sind. Denn nur so lässt sich garantieren, dass die Delegierten das richtige Geschlecht wählen.

Wir brauchen eine feministische Regierung

Gleichstellung muss das zentrale Demokratiethema werden. Alles andere hat dahinter zurückzustehen. OK, Migrationsfragen dürfen fast auf Augenhöhe behandelt werden. Doch über allem müsse das Bemühen thronen, der Frau endlich überall Macht zu geben, nach nach der sich bekanntlich die Mehrheit der auf die Mutterolle oder eine bessere Haushalthilfe reduzierten Damen Tag um Tag mehr sehne.

Deshalb fordern die Grünen auch schon seit längerer Zeit, die Keimzelle der Gesellschaft – die Familie – zu zerstören. Dann können die acht bis zehn eingetragenen Elternteile sich abwechselnd um die Erziehung des möglichst adoptierten Nachwuchses kümmern und gleichzeitig viel Geld verdienen.

Biden und Harris leuchtende Vorbilder für Deutschland

Zur Hauptaufgabe der den grünen vorschwebenden feministischen Diktatur gehört „konsequentes Gender Mainstreaming und Gender Budgeting“. Es gehe darum, möglichst viel Geld für möglichst viel Gender-Propaganda in die Hand zu nehmen, um die Bürger derartig einseitig mit rosaroten Informationen zu fluten, dass über kuz oder lang eine Generation heranwächst, die in der Grundschule nicht zuerst lernt, wie man Buchstaben schreibt, sondern Gendersternchen malt und die Sprechpause vor „innen“ richtig setzt.

Biden und Harris seien hier große Vorbilder. Sie hätten ein „Gender Policy Council“ gegründet, dem alle Ministerien berichtspflichtig und an dessen Weisungen soe gebunden seien. Man muss die Menschen halt zum Genderglück zwingen. Nur Zwang sorgt für Frieden und Gerechtigkeit. Nur mit Quoten und Verboten lässt sich sicherstellen, dass jeder Mensch in Freiheit denkt, was die Regierung wünscht. Um das zu erreichen, muss man selbstverständlich ganz oben anfangen.

Das rotrotgrüne Genderparadies ist zum Greifen nah!

Wenn die Mandatsträger in Bund, Ländern und Kommunen erst einmal korrekt gendergewaschen und im sozialistisch-feministischen Sinn handverlesen sind… Wenn auch aus den Medien der letzte Maskuline, der kein Leckdiener werden wollte, entmannt oder vertrieben werden konnte… Erst dann haben wir die ideale Gesellschaft.

Ein Genderparadies, in dem Biomilch und Demeter-Honig fließen und der Mann dankbar dafür sein wird, wenn er Mann bleiben darf und sich nicht für eines der 52 bis 487 Geschlechter entscheiden muss, um der einzigen noch zugelassenen Gemeinschaft – einer Gruppenehe von acht bis 32 Personen mit unterschiedlichen Geschlechtern – beitreten zu können. Denn schließlich darf Parität nicht dort enden, wo Mann oder Frau aufhört.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.