(Michael van Laack) Mit der gestrigen Abendpredigt von Luisa Neubauer im Berliner Dom wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Ökosozialismus löst die christliche Botschaft ab. Dass die Kirchen zunehmend zu Staatskirchen verkommen, ist hinlänglich bekannt. Ob in der Migrations- oder Genderpolitik, ob bei der Vision eines europäischen Einheitsstaates oder eben auch beim Klimaschutz. Doch der Linksruck der Kirchen vollzieht sich immer schneller.

Bewahrung der Schöpfung?

Die Worte, die Luisa Neubauer spricht, klingen fast salbungsvoll und christlich mahnend. Und das aus dem Mund einer Frau, deren Organisation auf ihrem Twitteraccount darum bemüht ist, die Reihen mit der Antifa fester zu schließen. Einer frau, die Abtreibung ebenso befürwortet wie Genderpolitik. Eine Frau, deren Hass auf die ältere Generation und Konservative insgesamt immer wieder zum Vorschein kommt.

„Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ war das Leitmotiv ihrer mit „Von der sorge überschriebenen Predigt. Zunächst kritisiert sie nachvollziehbares: den Raubbau an der Natur, die Gier einzelner Menschen und Unternehmen. Dann aber kommt si zum Kern der Sache.

Corona ist eine Folge des Klimawandels

Der Klimawandel für alles verantwortlich. Für Hitze und Kälte. Für einen durchschnittlichen Sommer, für Stürme, Überschwemmungen und Trockenheit. Dieses Credo kennen wir schon zur Genüge. Nun aber kam ein neues Bekenntnis hinzu, dass zu glauben ihre andächtigen und „frommen“ Zuhörer nur allzu gern zu glauben bereit sein dürften:

„Wir selbst haben die Welt geschaffen, die Übertragung von Infektionskrankheiten zwischen Menschen und Tieren so wahrscheinlich macht. Wir haben einen Risikoplaneten geschaffen.“ Soll wohl heißen: Ohne technischen Fortschritt – ohne Flugzeuge und Autos – hätte sich Corona nicht um die Welt verbreiten können. Also zurück ins Mittelalter! Obwohl, Schiffe haben die Pest von Indien und China nach Europa gebracht! Also brauchen wir die auch nicht mehr.

Predigt gegen den Migrationspakt?

Und auch Völkerwanderungen haben manche Krankheit zu uns gebracht. ganz ohne technischen Fortschritt, sondern per pedes. Daran sollte sich Frau Neubauer erinnern, wenn sie vehement eine buntere Welt fordert und weißen Rassismus betreibt. – Und nein! Selbstverständlich denkt Frau Neubauer gar nicht daran, Teile ihrer linksradikalen Agenda aufzugeben.

Die Kirche könne gar nicht anders, als sich als Anwalt der Freiheit und der Hilfsbedürftigen zu Wort zu melden, meint sie. was definitiv auch heißt: Die Seenotrettung muss munter weitergehen und alle Armen dieser Welt auf jeden Weg zu uns gebracht werden. denn schließlich ist nach den Vorstellungen linker Visionäre der fernste unser Nächster. Da darf man dann gern auch wieder auf den Corona bringenden  technischen Fortschritt zurückgreifen und Menschen einfliegen.

Doch ein wenig Selbstkritik?

„Man könnte glauben, dass das eine dumme Idee war: Ich hier in der Fastenzeit.“ sagt Luisa Neubauer lakonisch. aber das meint sie selbstverständlich nicht so. Damit will sie nur zum Ausdruck bringen, dass es noch erlaubt ist, Kanzelauftritte politischer Akteure zu kritisieren. Sie selbst hingegen ist von ihrem Sendungsauftrag überzeugt.

Und wenn man – um den Sozialismus verbreiten zu können – auch hin und wieder als „tiefgläubige Christin“ getarnt salbungsvoller als gewohnt Wasser predigen und Wein aus ökofaschistischem Anbau trinken muss, dann soll es eben so sein. ist ja alles für eine gute Sache: Für den „System-Change“, der mit dem Evangelium ungefähr so viel gemeinsam hat wie Bananen mit einem Schwangerschaftstest.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.