(Michael van Laack) Die Rechtsnachfolger der Mauerschützen-Partei haben eine neue – ihrem verfassungsfeindlichen Habitus würdige – Doppelspitze auf Bundesebene. Janine Wißler und Susanne Hennig-Wellsow sollen die Partei fit machen für eine Regierungsbeteiligung unter grüner Führung. Auf dass der Sozialismus wieder blühe und die Demokratie verwelke. Wie der Blumenstrauß, den Hennig-Wellsow vor nicht allzu langer Zeit dem frisch gewählten thüringischen Ministerpräsidenten Kemmerich vor die Füße warf.

In linken Kreisen gilt Hennig-Wellsow übrigens als die moderatere und weniger Radikale der neuen Doppelspitze. Das gibt zu denken! Allerdings nicht der CDU, die sich schon längst – wenn auch leise – von ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss verabschiedet hat und seitdem die rot-rot-grüne Minderheitsregierung in Thüringen toleriert.

Janine Wißler: Kapitalismus ist ein „unmenschliches, grausames System“

Sozialismus hingegen führt zu Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Dass hat sie – eine glühende Trotzkistin – im Netzwerk „Linksruck“ (heute marx21) mit der Muttermilch aufgesogen. Die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk beendete Wißler allerdings vor ihrer Kandidatur für den Vorsitz.

Bevor noch jemand behauptet, eine orthodoxe und verfassungsfeindliche Kommunistin stehe an der Spitze einer im Bundestag vertretenen Partei.  Denn dann könnte vermutlich nicht einmal mehr Merkels Verfassungsbeugungspräsident Haldenwang wegschauen. Apropos Muttermilch: Wisslers Gebärerin war über viele Jahre ein engagiertes Mitglied in der DKP. Sie musste also nicht erst mühsam von den Vorzügen einer sozialistischen Gesellschaft überzeugt werden.

„Es lebe die Anti-Abschiebe-Industrie!“

Zu diesem Ruf ließ Wißler sich auf dem Bundesparteitag 2018 hinreißen, wo sie auch die Auflösung des Verfassungsschutzes gefordert hatte, weil dieser bei den NSU-Morden völlig versagt habe. Es brauche – so Wissler – eine Revolution, einen Umsturz. Geschichtlicher Fortschritt sei immer nur durch Revolutionen erkämpft worden. Parlamente seien unnütz und im Prinzip sogar hinderlich, wenn es darum gehe, eine klassenlose Gesellschaft zu errichten.

Henning-Wellsow ist nicht weniger radikal

Nicht nur durch ihren berühmt-berüchtigten Blumenstrauß-Wurf machte sie deutlich, was sie von einer demokratischen Wahl mit dem falschen Ergebnis hält: Genau so viel wie Bundeskanzlerin Angela Merkel: Nichts!

Hennig-Wellsows Vater war „Kriminalist“ bei der Volkspolizei, ihre Mutter Standesbeamtin. Da es – im Gegensatz zur Entnazifizierungswelle nach 1945 – nach 1990 kaum Überprüfungen gab, wurde die Mutter mit Hilfe roter Seilschaften Mitte der 90er Mitarbeiterin im Innenministerium. So war früh durch perfekte Vernetzung dafür gesorgt, dass aus Tochter Susanne eine Große werden konnte.

Besonders verpflichtet fühlt sich die frisch gebackene Vorsitzende der Nachwuchsförderung bei der Antifa, weshalb sie gern auch Landesmittel für solche wackeren Kämpfer gegen rechts freigibt, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. In den MSM freilich lesen wir davon nichts. Auch nicht davon, dass sie sich als Erstunterzeichnerin der „antikapitalistischen Linken“ profilierte, die ebenfalls zu den Strukturen in der Partei gehört, die der Verfassungsschutz für demokratiegefährdend hält.

Fazit

„Die Linke“ hat gewählt, was ihres Geistes Kind ist. Mehr müsste man dazu eigentlich nicht sagen,…

…wenn wir nicht wüssten, dass zum Erhalt der eigenen Macht oder zur Verhinderung der AfD nicht nur Grüne und Sozialdemokraten jederzeit bereit sind, mit den Kommunisten zusammenzuarbeiten oder sie zu tolerieren.

…wenn wir nicht wüssten, dass immer wieder Bundes- und Landepolitiker zur Ächtung und zum Hass auf AfD-Mandatsträger und Sympathisanten aufrufen und Taten der Antifa in den Leitmedien so gut als möglich beschwiegen werden.

—und wenn wir nicht wüssten, dass die von der Bundesregierung gehätschelte FFF nichts anderes darstellt, als die Jugend- und Rekrutierungsorganisation der Antifa. Und BLM das Sammelbecken für junge und mittelalte sozialistische Erwachsene.

Wenn wir all das nicht wüssten bzw. es nicht so wäre, könnte uns diese Wahl am A… vorbei gehen. So aber ist sie ein weiteres Alarmzeichen und Ausdruck eines – so paradox es klingt – Linksruck innerhalb der Linken, der den Linksruck der Unionsparteien und der SPD konsequent weiterrechnet und unser Vaterland erneut ein wenig lebensunwerter macht.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.