Boris Pistorius entlässt Polizeipräsident wegen Kritik an Impfstrategie

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Ausschnitt aus: Von Wolfgang Wilde - Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, CC BY-SA 3.0

(Michael van Laack) Jeder kann in diesem Land frei sagen, was er denkt! Stimmt, aber er muss auch mit Konsequenzen rechnen. Dies bekam gestern Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig zu spüren. Telefonisch versetzte ihn Niedersachsens Inneninister Boris Pistorius in den Ruhestand, weil er öffentlich  das Einladungsmanagement der Landesregierung kritisiert hatte.

Tote werden eingeladen, Lebende nicht!

Ende Januar hatte der Polizeipräsident öffentlich bemängelt, viele hätten keine Einladung bekommen, die zur ersten Impfgruppe gehörten. So sei auch seine Mutter nicht eingeladen worden, obwohl sie zur ersten Impfgruppe gehöre. Sei bereits seit einiger Zeit verstorbener Vater sei hingegen eingeladen worden. wenn er so etwas sehe, verliere er sein Vertrauen in den Staat, hatte er seinerzeit der BILD-Zeitung gesagt.

Bei deren Lektüre ist dann dem niedersächsischen Innenminister offensichtlich das Brötchen aus dem Gesicht gefallen. Deshalb fragte er bei der nächsten Ministeriumsrunde nach, wie er Lührig am besten loswerden könne. Seine Mitarbeiter hatten eine gute Idee. Sie holten ein schon längst archiviertes Gutachten vom 4. Februar 2020 wieder hervor, in dem Lührs Behörde Ermittlungspannen und Kommunikationsfehler im Missbrauchsfall Lüdge vorgeworfen wurden.

2020 sah Pistorius darin noch kein Problem. Nun nutze er dieses Gutachten zur Entlassung. Davon ist auch der ehemalige Polizeipräsident  überzeugt, wie er nun BILD gegenüber erklärte. – Zukünftig dürfte ein solches Vorgehen in Ländern und Bund zum Standard werden. Man wird zwar weiterhin alles sagen dürfen, aber muss dann auch die Konsequenzen zu tragen bereit sei. Das ist in jedem „Führerstaat“ so.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.