Jens Spahn bleibt Ankündigungs-Weltmeister: Doch keine Schnelltests ab 1. März!

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Collage mit: Von ich - Persönlicher Besuch im Bundestag, CC BY-SA 3.0,

(Michael van Laack) Noch vor wenigen Tagen hatte der Mann, der außer Ankündigungen nichts kann, erklärt, der nächste große Wurf stünde bevor. Ab 1. März hätte jeder Bürger Anspruch auf einen Corona-Schnelltest. Dadurch würde das Sicherheitsgefühl erhöht. Vor allem aber könne man so die Öffnungsstrategie für Mittelstufen-Schulen und die Gastronomie beschleunigen. Doch daraus wird nichts, weil Merkel und ihr „Corona-Kabinett“ nicht so wollen, wie der Minister in der Millionen-Villa.

Leere Versprechung wider besseren Wissens

Da überhaupt noch nicht klar ist, wie zügig eine ausreichende Zahl an Schnelltests produziert, bestellt und ausgeliefert werden kann, hat Merkels Krisenkabinett Spahns Pläne vorläufig vom Tisch genommen. Auch gibt es noch keine Zulassung für Schnelltests, die man zu Hause durchführen kann.

Die Zulassungen dafür dauern – wen überrascht das noch – deutlich länger als sich der gute Jens das gedacht hat. Auch hatte Spahn vergessen, sich darüber Gedanken zu machen, wer die anderen Schnelltests durchführen könnte, ohne unter der zusätzlichen Belastung zusammenzubrechen. Apotheken- und Ärzteverbände haben abgewunken. Das sei neben den laufenden Aufgaben ohne zusätzliches Personal nicht leistbar. Auch die Verlagerung in ungenutzte Impfzentren funktioniere nicht, weil die Räumlichkeiten nicht so einfach für diese Aufgabe umgebaut werden könnten.

Zeit für den Rücktritt für Laschets Schattenmann? Never ever!

Das Ganze ist also wieder ein Schlag ins Wasser. Dem Impfdesaster folgt das Schnelltest-Desaster. Das Vertrauen der Bürger in die Verlautbarungen der Regierung wird weiter schwinden. Zwar nicht in den Umfragen von ARD und ZDF, aber ganz sicherlich in den Herzen und Hirnen der Bürger.

Ein Minister, der sich öffentlich so schlecht darstellt, ist eigentlich nicht mehr tragbar. Denn was er vermasselt, fällt auf die Kanzlerin und auch auf die CDU zurück. Eigentlich… Aber wir wissen, in Merkels Kabinett ist jeder systemrelevant, um die Koalition und somit die Regierung ins Ziel (Bundestagswahl im Herbst) zu schleppen. Deshalb musste ja auch Franziska Giffey nicht gehen. Sie hatte bei der Doktorarbeit betrogen. Aber eine solche Schummelei ist in der letzten Legislatur von IM Erika kein Rücktrittsgrund mehr. Warum also sollte dann Unfähigkeit zur Amtsausübung ein solcher sein?

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.