(Michael van Laack) Eigene Ideen hatten die Damen der katholikenfeindlichen Bewegung Maria 2.0 noch nie. Ihre Forderungen haben sie vom Protestantismus und dem atheistischen Kommunismus abgekupfert. Dass es einige Bischöfe und nicht wenige Priester gibt, die dennoch ehrfürchtig an ihren Lippen hängen und sich gern mit diesen Häretikerinnen zeigen, macht deutlich, wie weit sich Teile des Klerus und der Theologenschaft bereits von der Lehre der Kirche entfernt haben.

Ich kenne kein Unternehmen, dass Mitarbeiter dafür belobigt oder ihnen sogar bessere Karrierechancen in Aussicht stellt, wenn sie Tag um tag öffentlich gegen das Firmenkonzept wettern und den Vorstand dazu auffordern, seine „Macht“ abzugeben. Ausschließlich in der katholischen Kirche ist das so. Die vom Staat bestalimentierten Bischöfe und Priester arbeiten in diesen Monaten gemeinsam mit sektenähnlichen Bewegungen wie „Maria 2.0“ oder „Wir sind Kirche“ neben und auf dem „Synodalen Weg“ daran, die römisch-katholische Kirche in Deutschland von den ohnehin schon schwächer gewordenen Füssen auf den Kopf zu stellen.

Es herrscht Ausverkaufsstimmung in der „neuen“ Kirche

Alles muss weg! Ganz egal ob Zölibat, nur Männern vorbehaltene Priesterweihe, Ehesakrament nur für Heterosexuelle, Vorbehalte gegen Abtreibung, Primat des Papstes, hierarchische Strukturen im Allgemeinen, Sanktionen für wiederverheiratete Geschiedene, „prunkvolle“ Kirchenräume, Verbot der Interkommunion – Alles abschaffen oder abreißen!

Ab jetzt soll die Kirche lehren, was der Luther, der Sozialismus und der mit ihm eng verbundene Feminismus lehren. Vor allem aber: Frauen an die Macht! Schließlich ist Gott auch zugleich Göttin und in Jesus finden sich auch mütterliche Seiten. All das hören und lesen wir seit nunmehr fast zwei Jahren. Verstärkt auch mittlerweile bei denen, die sich auf dem „Synodalen Weg“ anmaßen, für 26 Millionen Katholiken in Deutschland zu sprechen. Stets nach dem Motto: Was wir fordern, das wollt auch ihr! Und wollt ihr es nicht, dann seid ihr nicht katholisch.

Thesenanschlag 2.0

Dass hat die häretische Bewegung heute auch noch einmal mit einem Anschlag von sieben Thesen (50 hätten die Damen vermutlich auch intellektuell überfordert) am Kölner Dom demonstriert. Diese Aktion geht zwar primär gegen den Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, mit Vorderholzer der Konservativste im linksliberal degenerierten Episkopat. aber auch an anderen domtüren – so z.B. in Würzburg – wurden die Thesen „angenagelt“.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/maria-2-0-schlaegt-thesen-an-wuerzburger-kirchentueren-an,SPdpMCa

Dennoch ist die Aktion mehr als die pflichtschuldige Ableistung eines eigenen Beitrags zu Woelkis oder anderer Bischöfe Sturz. Öffentlichkeitswirksam formuliert eine von den Medien, vielen Politikerinnen der GroKo und eben auch Klerikern gehätschelte Gruppe, dass sie das (Lehr-)Gebäude der römisch-katholischen Kirche zerstören und sie in einen frauendominierten staatstreuen Selbstversorger- und Sozialhilfeverein umwandeln will. Noch vor wenigen Jahren hätte man diese Frauen umgehend exkommuniziert.

Geht mit Gott, aber geht!

Dazu aber ist die katholische Kirche Deutschlands mittlerweile zu schwach und auch vom linken Zeitgeist so sehr durchseucht, als dass sie es noch wagen würde, sich gegen den Mainstream zu stellen. „Passt Euch dieser Welt nicht an.“ (macht euch nicht gleichförmig denen, die nicht an Christus glauben), war gestern. Heute heißt es: Alles, woran die Welt an der Kirche und den Lehren Christi Anstoß nimmt, das schafft ab. Macht euch in allem gleichförmig mit denen, die nicht an Christus glauben.

Deshalb noch einmal meine Bitte an die Mitglieder von Maria 2.0 und ihren Anhängern unter Gläubigen, Klerus und Theologenschaft:

Werdet Protestanten

oder gründet eine Sekte!

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelRalph Brinkhaus: Föderalismus hat sich abgenutzt – Wir brauchen eine Revolution!
Nächster ArtikelDer Unsinn mit den exponentiellen Hochrechnungen
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.