(Michael van Laack) in ihrem eigenen Fachbereich kann Digital-Ministerin Bär nicht punkten, denn da funktioniert nichts. Deutschlands digitale Wende ist bisher nur Stagnation oder eine zum bewegung zum Schlechteren, was sich nicht zuletzt beim Corona-Digital-Unterricht zeigt, wo fast nichts funktioniert. Deshalb muss Frau Ministerin anders von sich reden machen und fordert, Frauenfeindlichkeit müsse als gesondertes Delikt in die Kriminalstatistik aufgenommen werden.

Bisher werde Gewalt gegen Frauen von den Behörden meist in der Rubrik Partnerschaftsgewalt verbucht. Und auch frauenfeindliche Kommentare im Netz würden lediglich unter der Rubrik Online-Hass geführt. Das müsse nun ein Ende haben, forderte Bär und schlug vor, einen eigenen Straftatbestand zu entwickeln, der dann auch entsprechend in der Kriminalstatistik geführt werden könnte. Liest sich auf den ersten Blick „nett“, hat aber seine Tücken.

Auch hier zuerst „Kampf gegen rechts“

Zahlreiche Politikerinnen pflichten Bär bei. So z.B. Claudia Roth, für die Hass auf Frauen nur dann wirklich interessant ist, wenn Prominente wie Dunja Hayali oder Sawsan Chebli mit dem Tod bedroht werden Und sie hat auch schon einen Schuldigen gefunden: „Die AfD bereitet diesen Hassfantasien den Boden, sie ist wie ein Lautsprecher, der nicht nur offenen Rassismus sondern auch Frauenfeindlichkeit nach außen trägt.“

Für Dorothea Bär ist die Sache klar: „Frauenhass vergiftet unser soziales Miteinander, hinterlässt schwere Seelenschäden und ist Nährboden für Gewalt, ob durch Cybermobbing oder analog.“ Dass viele der politisch oder zivilgesellschaftlich aktiven Frauen den Hass auf „alte weiße Männer“ in ihren Postings und Tweets in die Gesellschaft herausposaunen; dass sie jeden einen Nazi schimpfen, der auch nur die Frauenquote in DAX-Vorständen kritisiert; dass hauptsächlich sie es sind, die das mit Gendersternchen getarnte Massen-Femininum als Pflicht gegen Widerstände der Mehrheit der Gesellschaft zu etablieren bemüht sind; dass also sie selbst oft mit subtilem Hass Menschen herabsetzen und aus dem Diskurs der Anständigen und Aufrechten ausschließen; all das sieht Bär nicht, wo sie auf die Online-Problematik bezugnimmt.

Das Frauenbild im Islam

Ob Bär auch die Gewalt gegen Frauen in und außerhalb der islamischen Community im Blick hat bei ihrer Forderung? All die jungen kräftigen Männer, die sich junge Nicht-Araberinnen so nehmen zu können glauben, wie sie es wollen, z.B. Oder sollen solcherlei Gewalt gegen Frauen nicht in die neu zu schaffende Rubrik aufgenommen werden. Oder die islamische Ehefrau, die tagtäglich unterdrückt wird, die oft fast rechtlos ist im Familienverband. Die jungen Frauen, die nicht selbstständig entscheiden dürfen, wen sie lieben und heiraten werden.

Bär folgt mit ihrer Forderung wie so viele in diesen Tagen einem Trend. Frauen an die Macht. Möglichst in deutlicher Mehrheit. Und: Gewalt gegen Frauen ist hauptsächlich ein Problem biodeutscher Männer, sowohl die reale als auch die verbale. denn ich glaube nicht, dass Frau Bär auch die frauenverachtenden Kommentare von Muslimen auf den Profilen weniger prominenter Damen in die neue Statistik eingehen sehen möchte.

Politische Instrumentalisierung und Machtfrage

Wie in fast allen Bereichen soll nur eine bestimmte Gruppe in den Blick genommen werden. Jene Asozialen, die buntfaschistischen Politikerinnen, welche allen Bürgern ihr Weltbild täglich in Tweets und Postings aufzwingen wollen, mit Hass überziehen. Dass sie das tun, ist freilich schäbig. noch schäbiger aber ist es, aus diesen Taten einmal mehr einseitig politisches Kapital schlagen zu wollen und Frauenhass zum Alleinstellungsmerkmal von Bürgerlichen, Konservativen und somit „Nazis2 machen zu wollen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.