(Michael van Laack) Helge Braun ist Kanzleramtschef und Minister für besondere Aufgaben. Eine dieser besonderen Aufgaben scheint darin zu bestehen, den Bürgern den aktuellen Lockdown verbal schönzusaufen und von den goldenen Zeiten im Sommer und somit kurz vor der Bundestagswahl zu schwadronieren. In einem Interview mit der BILD zog er deshalb alle Register, um die Bürger zu bewegen, „durchzuhalten“.

Alles wird bald wieder lebendig und bunt

Aktuell sei ja alles nicht so schön, was die Bundesregierungen ihren Unterta…. den Bürgern abverlangen müsse. Doch die Corona-Viren würden „im Laufe dieses Jahres ihren Schrecken verlieren“. Auf ein genaues Datum wollte sich Merkels Letztverantwortlicher für die Vorlagen der Bundesregierung, die vor jeder Konferenz mit den „Experten“ und der Kanzlerin den Ministerpräsidenten zugehen und mit schöner Regelmäßigkeit an die Medien durchgestochen werden, nicht festlegen lassen. Doch Braun war es wichtig herauszustellen: „Und deshalb können wir im Sommer auch irgendwann wieder im Biergarten sitzen.“

Gastronomieöffnung ab dem 12. September?

Nun, der Herbst beginnt am 22. September und die Bundestagswahlen finden nach aktueller Planung am 26. September statt. Es dürfte also ausreichen, am 12. oder 19. September die Gastronomie öffnen zu lassen. Dann haben die Bürger noch ausreichend Zeit, den harten Corona-Kriegswinter hinunterzuspülen und mit jedem Schluck Bier mehr zu begreifen: „Die Unionsparteien haben für uns das Virus besiegt Diese Kriegshelden bekommen am 26.09. auf jeden Fall meine Stimme‘ Und meine Zweitstimme gebe ich den Grünen, die dann den bevorstehenden Krieg gegen das Auto und das Klima gewinnen werden.“

Bundesverdienstkreuz für alle Bürger?

Aktuell habe man bekanntlich bereits weitere Öffnungsschritte geplant und werde sie demnächst verwirklichen, wenn die Infektionszahlen weiterhin alle sieben Tage um 20 % zurückgingen, so Braun: „Das ist sehr gut und ein Verdienst aller in der Bevölkerung.“ 

Doch Braun warnte auch: Die noch vor uns liegenden „Wintermonate werden nicht einfach…“ Sollte aber die von Lauterbach und Merkel sowohl herbeigesehnte als auch herbeigeredete Mutanten-Explosion nicht stattfinden und „wir die Infektionszahlen deutlich senken, dann können wir uns auch weitere Öffnungsschritte erlauben.“ Irgendwann…

Bevölkerung stellt sich auf Verlängerung ein

Helge Braun kann so gelassen ins BILD-Mikrophon plappern, weil 45 % der Bevölkerung von einer Verlängerung des Lockdowns nach dem 7. März ausgehen, während 50 % auf Lockerungen in kleinen Schritten hoffen, wie eine Forsa-Umfrage für RTL ergab. Nennenswerter Widerstand der Bevölkerung ist nicht zu erwarten. denn so lange man all das, was man sonst so im Einzelhandel kaufen kann, auch online bekommt, ist der größte Teil der Bevölkerung zufrieden.

Und auch leckeres Essen sowie gekühlte Getränke kann man sich woanders besorgen. Die paarhunderttausend Arbeitsplätze, die verloren gehen, interessieren im egoistischen Deutschland niemanden. Bei uns gehen zumeist nur dann Menschen auf die Straße, wenn sie selbst betroffen sind. Auf diesen Mangel an Solidarität kann sich die Bundesregierung jederzeit verlassen. Bilder wie aus Frankreich, Italien oder zuletzt auch Österreich sind im „besten Deutschland aller Zeiten“ nicht zu erwarten.

Solidarität? Warum, mir geht es doch „gut“!

Die Frage, die ich mir bei Helge Brauns Zuversicht, im Sommer (egal, ob im Juni oder September) wieder im Biergarten sitzen zu können, gestellt habe: In welchem Biergarten wird man dann noch sitzen können? Im dem des Deutschen Bundestages oder jenem nahe der Bayerischen Staatskanzlei? Denn alle anderen dürften wohl im Sommer schon insolvent sein. Ob das dann den Bürgern die jetzt noch schweigen und sich nicht solidarisieren, auch noch egal sein wird? Vermutlich nicht, doch dann ist es zu spät. Denn wiederaufgebaut oder subventioniert werden in der Post-Lockdown-Ära garantiert zunächst mal die Döner-Läden und Teestuben. Damit die Integrationsfortschritte nicht gefährdet werden, gell!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.