(Michael van Laack) Jeder Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz muss spätestens bei seiner Einstellung einen Eid auf die Verfassung ablegen. Bundeskanzlerin Merkel und zahlreiche Regierungsmitglieder haben seit Jahren das Beugen des Grundgesetzes zu ihrem Hobby gemacht. Vermutlich deshalb hielt Thomas Haldenwang es – wie der Spiegel gestern berichtete – für dringend geboten, seine Mitarbeiter einem Test zu unterziehen, der auch ihre Bereitschaft zur „Meldung von Kollegen“ und Rechtsbeugung abfragte.

Gesinnungstest statt Corona-Schnelltest

Haldenwang, BfV-Präsident von Merkels Gnaden – der auch die katholische Kirche zum Beobachtungsfall erklären würde, wenn das Bundeskanzleramt dies wünschte – hatte eine ganz tolle Idee.

Seine Ausgangsfrage: Wie kann ich herausfinden, welche meiner Mitarbeiter sich politisch noch nicht nach links verschoben haben und auch nicht bereit sind, vor der den Kriminellen George Floyd ehrenden Bewegung Black Lives Matters niederzuknien und bei ANTIFAschisten auch mal Fünf gerade sein zu lassen?

Ob meine Mitarbeiter bereits sind, sich gegenseitig hinzuhängen, falls einer die Ansicht äußert, dass er bei der AfD keine verfassungsfeindlichen Bestrebungen erkennen könne?  Was mach ich da nur? Die Angela will doch, dass mein Amt zu ihrem privaten Oppositionsbekämpfungs-Dienst wird.

Mal überlegen! Jippie, ich hab‘s! Wir machen eine Antirassismus-Schulung und nach deren Ende einen Test. Wie bei schriftlichen Zwischen- und Abschlussprüfung in der Berufsausbildung. Wer zu viele falsche Antworten gibt fällt durch. In diesem Fall bedeutet das: der wird nicht mehr befördert und/oder muss die Behörde bald verlassen, weil er Räääächts ist.

Urkunde beim Bestehen des Test, sonst Präventionsgespräch

Diese Schulung, so Haldenwang vollmundig, stelle „eine wesentliche Säule in der Abwehr von Rechtsradikalismus“ dar. Den Mitarbeitern wurde ausführlichst erklärt, woran sie Rechtsradikale erkennen können und das Nazis praktisch überall sind. In other words: Alles, was nicht links ist, ist irgendwie rechts und muss bekämpft werden. Das während der „Schulung“ erworbene Wissen wurde dann in einem Test abgefragt.

Damit die Mitarbeiter auch gar nicht erst auf die Idee kämen, differenzierte Antworten zu geben, wurde ein Verfahren ähnlich dem bei Fahrschulsprüfungen verwendet. Unter mehreren Antworten musste man die „richtige“ ankreuzen. Wir können uns daher vorstellen, welche Antworten die richtigen waren bei Fragen wie „Sie sind auf einer Party eingeladen. Sie bekommen mit, dass der Gastgeber fremdenfeindliche Witze macht. Wie reagieren Sie?“ oder dem Grad der Bereitschaft, das „Fehlverhalten“ eines Arbeitskollegen zu „melden“.

Gesinnungsschnüffelei und Bevorzugung

Nach dem Lesen der Frage zum Verhalten bei rassistischen Witzen (ab wann ist ein Witz als rassistisch zu bewerten?) fiel mir ein alter DDR-Witz ein, den mir ein Mitglied der römisch-katholischen Gemeinde Ost-Berlins bei einem Besuch dort 1988 erzählte:

„Ein Stasi-Beamter fragt einen Bürger auf der Straße: ‚Wie beurteilen Sie die politische Lage?‘ Der Passant grübelt kurz und antwortet dann: ‚Ich denke…‘ Daraufhin der Stasi-Mann: ‚Das genügt – Sie sind verhaftet!#‘

Ähnliches plant offensichtlich auch Haldenwang. Wer in seiner Behörde nicht voll auf der klimaneutralen und antirassistischen Linie liegt… Wer auch nur leiseste Kritik an der Corona-. Umwelt- oder Migrations-Politik der Bundesregierung, die er hört, nicht sofort meldet… – der wird bestraft. Wer sie meldet, erhält eine Urkunde. Und gewiss auch keine Beförderungssperre. Denn was tut man nicht alles, um „unsere Demokratie“ und den Fortbestand der „Zivilgesellschaft“ zu sichern.

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelTrotz Verboten: Heute wieder Großdemo gegen Corona-Maßnahmen in Wien
Nächster ArtikelPolen: Gerät zum Nachweis von Coronaviren in 10 Sekunden
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.