(Michael van Laack) War es das schlechte Gewissen, dass Ursula von der Leyen bewog, mit Blick auf den wenig später ans Mikrophon tretenden Jörg Meuthen während des wichtigen Tagesordnungspunkts zu ihrer unrühmlichen Rolle beim Impfdesaster das Plenum zu verlassen? Oder einfach nur die gleiche Respektlosigkeit, die Angela Merkel oft an den Tag legt, wenn AfD-Politiker ihr die Leviten lesen?

Merkel wischt bekanntlich gern über ihr Smartphone oder vertieft sich in „wichtige“ Mitteilungen, die ihr häufig pünktlich zu Beginn einer Rede von Gauland, Weidel, Curio oder Baumann angereicht werden. Hin und wieder schaut sie die Abgeordneten auch mit einem Blick an, der Verachtung oder Gelangweiltsein zum Ausdruck bringen soll.

Vor einem Mandatsträger der AfD regelrecht fliehen ist allerdings bisher ihre Sache nicht, zumal stets direkt nach ihren immer häufigeren Regierungserklärungen die AfD als stärkste Oppositionsfraktion Rederecht hat und sie auf keinen Fall die Worte von Adlatus Ralph Brinkhaus verpassen möchte, um ihm altersweise wohlgefällig nickend und milde lächelnd zum Ausdruck zu bringen: Du bist ein braver Junge!

Uschi geht, weil sie weiß, was kommt!

Die von der Bundeskanzlerin als Ministerversagerin ins Amt der EU-Kommissionspräsidentin weggelobte Ursula von der Leyen hingegen hat augenscheinlich nicht so starke Nerven und wohl noch weniger Anstand als Merkel. Sie wusste, dass Jörg Meuthens Kritik an der Vertragsgestaltung mit den Impstoff-Produzenten absolut berechtigt ist und ahnte wohl auch, dass der Bundessprecher der AfD an den Schluss seiner Rede die Forderung nach ihrem Rücktritt stellen würde. Solche Worte wollte sie sich selbstverständlich nicht antun.

Von einem „Nazi“ Auge in Auge live und in Farbe zum Rücktritt aufgefordert werden? Nein, dann gehe ich lieber ein Gläschen Champagner trinken. Das habe ich nicht nötig als erster Günstling der unfehlbaren Kanzlerin.

Furcht paart sich hier mit Arroganz der Macht. – Dazu als Netzfund ein gut gemachtes Amateur-Video. Man muss ja nicht immer die reichweitenstarken Youtuber verlinken, gell!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.