Studie: Jedes dritte Kind psychisch auffällig durch Merkels „Ein-Freund-Politik“

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(Michael van Laack) Diesmal ist das Framing nicht gut gelaufen bei ARD und ZDF. Denn sonst hätten ihre Überschriften gelautet: „Zwei Drittel unserer Kinder verkraften Einsamkeit sehr gut“. Allerdings werden dann im Text rasch Beruhigungspillen geworfen: Psychisch auffällig bedeute selbstverständlich nicht psychisch krank oder gestört. Das sei nur die Vorstufe dazu. Und: schon vor Corona seien 20% unserer Kinder auffällig gewesen. Also alles halb so schlimm?

Depressionen bei Kindern nehmen zu

So sagt es zumindest die jüngste Studie der Hamburger Universitätsklinik Eppendorf. Depressionen scheinen allerdings für ARD und ZDF keine Erkrankungen zu sein. Zumindest lesen sich ihre Texte so. Dabei wissen mittlerweile sogar Bildungsferne, dass Depressionen nicht nur den Alltag sehr belasten, sondern auch die Suizidgefahr erhöhen. In den Schreibstuben von ARD und ZDF will man davon offensichtlich noch nichts gehört haben.

Alles nur halb so schlimm?

Schon vor der Pandemie seien 20 % auffällig gewesen heißt es entlastend. Aus dem Entlastungsargument wird aber schnelle ein Belastendes. Denn angeblich hat die beste Republik aller Zeiten auch die besten weil höchstqualifizierten Kümmerer in Kitas, Schule, Jugendarbeit. Dem scheint aber nicht so zu sein. denn wenn a schon vor der Pandemie die Zahl psychisch auffälliger keiner do hoch war, muss pädagogisch wohl einiges im Argen liegen.

Klar, man könnte das allein den Eltern anlasten, die sich um ihre Kinder kaum kümmern. Ihretwegen würden die Kinder kommunikations- und beziehungsunfähig, wäre eine plausibel klingende Argumentation. Man kann aber  auch Vater Staat – der ja die Hoheit über die Kinderbetten anstrebt – mitverantwortlich machen. Neben zu hohem Leistungsdruck in der Schule eine Pädagogik, die Kinder und Jugendliche zwischen sich und den Eltern zerreißt. Die ihren Erziehungsauftrag als einen Höherwertigen versteht, was Kinder und Jugendliche in Konflikte mit den Eltern  bringt. Vor allem aber die scheinbar wert- und moralfreie staatliche Erziehung. Bunte Orientierungslosigkeit, der die Eltern zu folgen haben, wenn sie von den Lehrern ihren Kindern nicht als Gendergegner,  Klimafeinde oder Nazis identifiziert werden wollen.

Andere Zahlen noch dramatischer

Laut dieser Studie empfinden 80 % der Kinder die durch den Lockdown entstandene Situation als belasten. Das sei aber nur subjektives Empfinden, beruhigen ARD und ZDF ihre Plattformleser. Also nur eine gefühlte Belastung? Warum dann aber der Anstieg an tatsächlich Verhaltensauffälligen und depressiven?

7ß % der Kinder sagen zudem, ihre Lebensqualität habe sich verschlechtert. es fehlt das Spiel mit Freunden, aber auch die Möglichkeit, sich vom Taschengeld mal was zu gönnen. Zumal in vielen Haushalten auch das Geld knapp wird durch Kurzarbeit oder die noch immer nicht gezahlten November- bzw. Dezemberhilfen. dass diese Zustände bisher nur bei 34 Prozent der Kinder zu psychischen Auffälligkeiten geführt haben, grenzt an ein Wunder. Doch wie immer bei Studien muss eine höhere Dunkelziffer angenommen werden.

Kinder seien das auch selbst schuld

So sieht es jedenfalls das ZDF. Die Kinder würden einfach zu wenig Sport treiben und sich dann eher am Smartphone vergnügen. Statt mit ihren Freunden zumindest elektronisch zu kommunizieren, sollten sie nach dem digitalen Schulunterricht (den es nicht überall gibt) doch eher in den Wald oder sonst wo ein wenig laufen gehen. Selbstverständlich mit Abstand und ohne maskenfreie Kommunikation oder Mindestabstand.

Merkel will heute hart bleiben

Der Lockdown solle insgesamt bis zum 14. März weitergehen. Ab dem 1. März könne man vielleicht die Friseure öffnen. Klar sonst könnte mancher Zuschauer die heldenhaften Politgestalten ja auch bald nicht mehr sehen, die in Nachrichtensendungen und Talkshows dem naiv-satten Bürger die harte Realität der Corona-Welt erklären.

schulen sollten möglichst noch geschlossen bleiben. Nur dort, wo die Inzidenz unter 20 liege, solle man vorsichtig wieder öffnen. Noch ein Monat mehr also, in dem unserer Kinder leiden. Oft mehr leiden als wir Erwachsenen. und allzu oft still und unbeachtet. Denn für zu viele Erwachsene dreht sich die Welt in diesen Tagen noch mehr um ihre eigenen Sorgen und Nöte, als um die ihrer Kinder. Zumal viele verlernt haben, was Erziehung ist

Wem nutzt die hohe Auffälligkeitszahl?

Irgendwann wohl einmal einem Staat, der über eine politische Religion in den EU-Totalitarismus steuert. Psychisch anfällige Menschen sind leichter zu steuern. Kinder, die früh den Gehorsam gegenüber dem Staat auch durch seelische schmerzen gelernt haben, werden sich weniger gegen Restriktionen auflehnen, wenn sie Erwachsen sind.

Das Traurige: Kinder in die Welt setzen? OK! Aber die Hauptverantwortung für die Erziehung übernehmen? Nein, das soll mal der Staat machen. Sein Blackout im Erziehungsbereich ist für viele Eltern fast so tragisch, wie ein deutschlandweiter Stromausfall für 72 Stunden. Denn die meisten haben für Erziehung schlicht und einfach keine Energie.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.