(Michael van Laack) Horst Seehofer ist es gewohnt, sich repressiver Methoden zu bedienen. Das hat er von seinem großen Vorbild Angela Merkel gelernt. Ob Hetzjagden erfinden oder Wahlen rückgängig machen. Deshalb dürfte Seehofer keine  Bedenken gehabt haben, als er seinen Staatsekretär 2020 anwies, das Robert Koch Institut zu veranlassen, eine Studie zu entwickeln die repressive Lockdown-Maßnahmen rechtfertigt. Ohne diese nicht ergebnisoffene Studie hätte die wissenschaftliche Unterfütterung sowohl für den ersten als auch den zweiten Lockdown gefehlt.

Politiker machen sich die Welt gern, wie sie ihnen gefällt. Horst Seehofer ganz besonders oft. Sah er zunächst in der Masseneinwanderung eine Bedrohung, ist auch er mittlerweile der Überzeugung, dass der Islam eine kulturelle Bereicherung für Deutschland darstelle. Warnte er zunächst vor der ANTIFA, sieht er aktuell die einzige Bedrohung für die Demokratie in der Existenz der AfD. Deshalb dürfte es Angela Merkel auch nicht sonderlich schwer gefallen sein, ihn ganz zu Beginn der Pandemie zu überzeugen: „Horst, wir brauchen eine Studie, mit denen wir den Menschen Angst machen können. Sonst werden die sich den bevorstehenden Grundrechteentzug nicht gefallen lassen.“

Horrorszenario, dass repressive Maßnahmen rechtfertigt

Selbstverständlich erledigt kein Minister Aufträge alleine. Für so wenig Geld viel arbeiten? Also bitte1 Außerdem kann man, wenn etwas schiefgeht, einen anderen Kopf rollen lassen und den eigenen behalten. Deshalb wurde Seehofers Staatssekretär Markus Kerber zu Beginn der ersten Welle beauftragt, dem RKI klarzumachen, dass eine Studie benötigt werde, deren Ergebnis „Maßnahmen präventiver und repressiver Natur“ rechtfertige.

Danach tauschten sich Wissenschaftler und führende Politiker intensiv aus. Vier Tage lang wurde das Papier hin und her geschoben, bis das RKI zum gewünschten Ergebnis gekommen war, dass Seehofer und die Seinen dann als streng wissenschaftlich erarbeitete Studie verkaufen und auf deren Basis die Restriktionen der ersten Welle kommunizieren konnten. Das bestellte „Worst Case Szenario“ besagte, dass binnen weniger Monate eine Millionen Deutsche an dem Virus sterben könnten, wenn man keine harte Maßnahmen ergreifen würde.

Papiere sofort öffentlich machen

Der Beweis für die Einflussnahme des Innenministeriums auf das Ergebnis liegt der „Welt“ vor. 200 Seiten interner Schriftverkehr zwischen der Führungsebene des Innenministeriums und den Forschern, um sich so abzustimmen, dass das Ergebnis ein der Bevölkerung den gewünschten Effekt erzielen wollte.

Auch wenn das juristisch sehr kompliziert ist. Aber dieser Vorgang muss den Bürgern öffentlich zugänglich gemacht werden. denn er ist zumindest der Beweis dafür, dass die Bundesregierung ihre Lockdowns auch auf der Basis einer Studie beschlossen hat, deren Ergebnis sie mitbestimmte. Wir dürfen allerdings davon ausgehen, dass die Anwälte der Bundesregierung alles daran setzen werden, dass eine breitere Öffentlichkeit von der Lektüre ausgeschlossen.

Wo wurde sonst noch manipuliert?

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – und wenn er auch die Wahrheit spricht.“ Die Frage die sich nun stellt: war das die einzige Einflussnahme der Bundesregierung auf „Ergebnisse2 und „Studien“ führender Wissenschaftler. Oder hat man sich auch später immer wieder des RKI oder vielleicht sogar der Leopoldina bedient, um gewünschte Empfehlungen zu erhalten. Wir wissen es nicht. Aber wir dürfen davon ausgehen, dass wir im vergangenen Jahr mehrfach belogen wurden, wenn es um Corona ging. Und auch in diesen Tagen weiterhin belogen werden!

Denn Zweifel an der Gutheit der Bundesregierung dürfen nicht aufkommen. Nicht jetzt, wo man so dicht vor dem Ziel ist: Mit einer schwarzgrünen Bundesregierung die politische Religion, die zum Totalitarismus führen wird, auf ein sicheres Fundament zu setzen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.