(Michael van Laack) Hass und Hetze ist nach Ansicht vieler Politiker und des ÖRR beinahe ein Alleinstellungsmerkmal der „Rechten“. Hauptsächlich selbstverständlich AfD-naher Kreise. Diese Botschaft wurde auch im Corona-Jahr 2020 gern verbreitet. So wurden Steinwürfe auf SPD-Geschäftsstellen oder Farbbeutelattacken gegen Grüne als Angriff auf die Demokratie gewertet und mit besorgt klingendem Wording durch alle Netzwerke verbreitet. Doch die Wahrheit sieht anders aus.

Die meisten Straftaten gegen AfD-Politiker und deren Eigentum

Der SPIEGEL – im Allgemeinen nicht durch seine AfD-Nähe bekannt, berichtet heute: Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, wurden für das Jahr 2020 bundesweit 1534 Straftaten gemeldet, die sich gegen Parteivertreter richteten. Das waren rund neun Prozent mehr als im Jahr zuvor (1405 Straftaten).

Hier – so hoffen gewiss die Aufrechten und Anständigen unter den SPIEGEL-Redakteuren – sollte ein Mitglied der Zivilgesellschaft sofort zu lesen aufhören und in seine Timeline posten oder tweeten, dass mehr als 1.500 aufrechte Demokraten von gewaltbereiten AfD-Nazis angegriffen wurden. Die meisten werden allerdings wohl weiterlesen, um dann mit Entsetzen feststellen zu müssen, dass die AfD laut Polizeistatistik „in 694 Fällen Ziel von Angriffen. Die Angreifer wurden zum überwiegenden Teil dem linken Spektrum zugerechnet.“

Hauptsächlich Straftäter aus dem linken Spektrum

Martin Hess MdB (AfD) hat dankenswerterweise dazu eine anschauliche Grafik veröffentlicht:

Nicht nur bei den Angriffen auf Menschen sondern auch auf Immobilien oder bei der Zerstörung von Wahlplakaten iwar die AfD am häufigsten die Geschädigte. Unfassbar, oder? Soviel Toleranz, soviel Liebe, soviel Gerechtigkeit finden wir in der mutig gegen rechts kämpfenden Zivilgesellschaft. Woher kommen dann all die Straftäter. Doch etwa nicht aus ihr? Doch: Anhänger der ANTIFA, der Grünen, von Fridays For Future und den Jusos kämpfen gern auch mal mit härteren Bandagen als den Ausschluss aus dem Diskurs.

Bundes- und Landtagsmitglieder der Altparteien mitverantwortlich

Das Klima des Hasses gegen die bürgerliche Mitte wird nicht zuletzt geschürt in den Reden zahlreicher Bundestagsabgeordneter der #noafd-Fraktion. Die AfD wird für vogelfrei erklärt, sie gilt es zu zerstören. Martialisches hören wir aus den Saalmikrophonen im Bundestag. Dadurch fühlen sich zweifellos die mit Steuergeldern gepamperten antifaschistischen Organisationen ermutigt, auch mal klare Ansagen zu machen.

Wer Beifall klatscht, wenn AfD-Mitgliedern Reservierungen verwehrt werden… wer gegen Landesparteitage demonstriert… wer vor AfD-Mitgliedern auf den Fluren des Reichstags und der Landtage ausspuckt, wenn keine Kamera in Sicht ist… Wer all dies tut, toleriert nicht nur in seinem Herzen Gewalt gegen den politischen Mitbewerber, sondern fördert sie aktiv.

Wasser predigen und Blut trinken

Ganz egal ob BLM, FFF, die Unionsparteien, Grüne oder Linke: Sie alle predigen Barmherzigkeit und Toleranz- Und sie alle würden keinen Finger krümmen, um die körperliche Unversehrtheit oder das Eigentum eines AfD-Politikers oder Unterstützers zu schützen. Denn sie beklagen bekanntlich nicht einmal Straftaten von links, warum sollten sie sich dann auch nur einen Deut um das Leben eines nicht auf linksgrünversiffter Linie liegenden Menschen kümmern? Für manche sind AfDler ohnehin so etwas wie Untermenschen.

Sie demonstrieren lieber fleißig weiter gegen rechts und hoffen auf irgendeine Straftat von wirklichen Neonazis, die sie hypen und einmal mehr von einer großen Bedrohung für die Demokratie faseln können. Dabei sind es doch gerade die selbst, die durch ihr Reden und Handeln wenn auch nicht zu Gewalt gegen Andersdenkende aufrufen, aber sie doch mehr als billigend inkaufnehmen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.