(Michael van Laack) Der Corona-Apokalyptiker hat wieder zugeschlagen. Karl Lauterbach, der auch das Ohr der Kanzlerin und des Ermächtigungsministers Jens Spahn hat, prognostiziert uns Düsteres, um zu verhindern, dass der Grundrechteentzug zu früh endet. Wie Wirtschaftsminister Altmaier plädiert auch er dafür, den Lockdown bis Ostern aufrecht zu erhalten, geht allerdings noch ein Stück weiter.

Vor zwei Wochen – so Lauterbach – hätte der Inzidenz-Anteil der durch die böse Mutante B117 mit Corona Infizierten bei 6 gelegen. Noch einmal drei Wochen zuvor sei der Anteil an der Inzidenz lediglich 1 gewesen. Die Zahl der Infektionen mit dieser Corona-Spielart sei also trotz des Lockdowns massiv gestiegen.

Der Grundrechtsentziehungs-Mutant gibt bekannt:

Wenn man also in der nächsten Woche die stufenweise Aufhebung des Lockdowns beschließen würde, wäre alles vorbei. Denn nach Lauterbachs vermutlich mit einem funktionsgestörten Taschenrechner aus den 70ern durchgeführten Analyse dürfte der Anteil der Mutanten-Infizierten entsprechend heute schon bei 39 liegen. Dass sei die Hälfte aller aktuellen Infektionen.

Die Zahlen des RKI gäben das zwar nicht her, aber die können ja nun auch nicht alles wissen, was Karl Lauterbach weiß. Auf der Basis von KKKs (Korona-König Karl) „Zahlen“ stehe also schon bald der Endsieg der Mutation bevor. In dieser Phase des Kriegs gegen das Virus müsse man definitiv den Lockdown noch sehr lange aufrechterhalten.

Falls aber doch subversiven Kräften das Recht auf und die Notwendogkeit von Bildung wichtiger sei als die Volksgesundheit, müsse entsprechend andernorts „eingespart“ – sprich: geschlossen – werden.

Wo genau – das lässt Lauterbach noch offen. Vermutlich im ÖPNV oder bei einigen mittelständischen Unternehmen, die „unwichtige“ Produkte herstellen.

Weiterhin Angst schüren ist das erste Gebot

Der Lockdown – so sagt neben dem „Gesundheitsexperten“ nicht nur Altmaier, sondern auch Spahn, Söder und Merkel, müsse und werde noch lange dauern. Aktuell geben sie uns Ostern als Rückgabe-Perspektive aller unserer Grundrechte bei andauerndem Masken und AHA-Gebot bis zum Abschluss der Durchimpfung vor. Aber gewiss werden wir eine Woche vor Ostern eine Pfingstdebatte bekommen und dann eine solche zu den Sommerferien. Das wäre aus der Sicht der Regierungsparteien gewiss der beste Zeitpunkt, um „neue Freiheiten“ zu schenken.

Dann könnten die Leute gleich wieder in Urlaub fahren und fliegen, in den Sommergärten der Restaurants speisen und Sportveranstaltungen besuchen. Alle wären dann gut gelaunt und vor allem dankbar für die Neugewährung der Grundrechte. Diese Dankbarkeit – so vermutlich die strategischen Überlegungen – würde sich dann im Herbst an den Wahlurnen auszahlen. Denn welche Parteien wird man lieber wählen, als jene, die dafür sorgen, dass man wieder frei leben kann! Läuft!

P.S. Falls die Umfragen aber zwei Wochen vor der Bundestagswahl wider Erwarten doch unerfreulich wären, machen wir einfach verstärkt Briefwahlen. Das hat sich in den USA auch bewährt…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.