(Michael van Laack) Dass Markus Söder alles anderer als ein Konservativer ist, hat er in den letzten Monaten ein ums andere Mal demonstriert. Nun aber wirbt er im Sinne der Kanzlerin in einem Interview mit dem „Stern“ offen für eine Koalition mit den grünlackierten Kommunisten um Habeck und Kanzlerkandidatin(?) Baerbock.

Letztendlich ist diese Koalition auch alternativlos, da Union und SPD keine weitere Koalition wollen und eine bürgerliche Koalition mit FDP und AfD für die sozialdemokratisierte Union ein Bündnis mit dem Teufel darstellen würde.

Schwarz-Grün – Merkels neue Weltordnung nimmt Gestalt an

In der FAZ forderte die Kanzlerin heute den Aufbau einer neuen Weltordnung, die durch die in Bälde zu erwartende erfolgreiche Bewältigung der Corona-Pandemie ermöglicht werde. Sie nennt das „integrativen Multilateralismus“, was nichts anderes bedeutet, als: Es arbeiten nicht nur alle Staaten in allen zentralen Fragen mit allen zusammen, sondern stellen sich hierbei auf eine gemeinsame Gesetzesgrundlage.

Dies soll die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bilden. Alle sollen eins sein. Aber nicht im Sinne des christlichen „Ut unum sint“, sondern eines allen Religionen übergestülpten neuen Wertekanons. Menschenrechte sollen die Afrikanisierung, Asiatisierung und Lateinamerikanisierung Europas ermöglichen.

Diese Idee gefällt den dunkelroten und grünen Deutschland-Abschaffern besonders gut. Und wohl auch Markus Söder. denn der sieht eine blühende Zukunft Deutschlands, Europas – ja der ganzen Welt – voraus, wenn sich einstmals bürgerliche Parteien mit den immer schon offen sozialistischen zusammentun.

Für Söder liegt in grüner Politik die Zukunft

„Es wäre ein spannendes Zukunftsteam, das Inspiration bieten könnte, weil es die ganz große Frage unserer Zeit in den Blick nimmt: die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“. meinte Söder gegenüber dem Stern. Versöhnung von Ökonomie und Ökologie heißt demnach auch für ihn. Arbeitsplätze nicht klimaneutraler Unternehmen vernichten; die Energieversorgung vor die Wand fahren, den Bürgern ein schlechtes Gewissen einreden, wenn für sie ein Tier sterben muss.

Grüne stehen bei Corona treu an Merkels Seite

Und das muss auf jeden Fall belohnt werden, meint Söder. Solche wackeren Kämpfer für die fortgesetzte Wegnahme von Grundrechten brauche man auch in Zukunft an der Seite der CDU. Die Grünen seien hier „ein verlässlicherer Partner als viele andere Parteien gewesen“, lobt Söder Habecks Genossen und Genossinnen. Vermutlich denkt er dabei auch daran, dass die nächste „Pandemische Notlage von nationaler Tragweite“ schon in ein oder zwei Jahren ins Haus stehen könnte. Man stelle sich vor, in einer solchen Situation wäre man in einer Koalition mit der FDP. Dann ginge nichts mehr mit Freiheitsentzug.

deshalb hält er auch nichts von Jamaica. Falle es für die Union und die Grünen bei der Bundestagswahl wider Erwarten nicht reichen sollte, macht der bayerische Ministerpräsident mit Blick auf die FDP schon mal klar: „Weniger Partner machen eine Regierung stabiler als viele. Mehr Köche machen den Brei nicht unbedingt genießbarer.“ Dann würde es vielleicht doch eine Neuauflage der GroKo geben?

Konservativ und bürgerlich ist voll Nazi!

Wohl eher nicht! Für diesen Fall dürfte uns in den kommenden vier Jahren eine schwarzgrüne Minderheitsregierung erwarten, die von der Linkspartei geduldet wird. denn vom Unvereinbarkeitsbeschluss zu Ungunsten der ehemaligen SED hält Söder bekanntlich auch nicht viel. Hauptsache regieren. Hauptsache, wir fallen nicht in die dunklen konservativen und bürgerlichen Zeiten zurück. Letztendlich waren doch alle Kanzler inklusive Schröder  Nazis, wenn man auf ihre Politik blickt, die die Union mittlerweile für nationalistisch hält.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.